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  1. #1
    Sportstudent/in Avatar von lupus
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    Schweres Krafttraining zerstört die Knochen und Gelenke

    Immer mehr Athleten verzichten auf schwere Mehrgelenksübungen. Und seien wir doch mal ehrlich: Davor wurden sie auch kaum gemacht. Doch was sind die Ursachen für diesen Verzicht?

    Als Hauptgrund Nummer 1 wird fast immer die unverhältnismäßig starke Abnutzung und Gefährdung des passiven Bewegungsapparates (Knochen, Gelenke, Knorpel, Bänder, Sehnen, Menisken, Bandscheiben) genannt. Doch ist dies wirklich die wahre Ursache oder nur eine Bedingung oder vielleicht sogar nur ein Vorwand?

    Heute wollen wir uns genau das fragen. Zwischen den Begriffen Ursache, Bedingung und Vorwand besteht nämlich ein himmelweiter Unterschied und je nachdem, zu welchem Schluss wir hier kommen werden, wird dieser darauf Einfluss nehmen, ob wir schwer trainieren wollen/sollten oder nicht. Seine Bedeutung sollte also nicht zu gering geschätzt werden.


    Ein ganz simples Beispiel soll uns direkt zu Beginn verdeutlichen, wo hier der Unterschied liegen kann: Wenn jemandem eine Zigarette in den Benzintank seines Autos fällt und das Auto geht in Flammen auf oder explodiert – wenn zufällig eine Kamera in der Nähe ist –, war dann das Benzin die Ursache für diese Entzündung oder nur eine hinreichende Bedingung?


    Bei diesem einfachen Beispiel wird den meisten wohl klar sein, dass die Glut der Zigarette die Ursache war und das Benzin nur eine Bedingung, die ausgereicht hat, damit die ganze Karre in Flammen aufgeht. Um weitere Unfälle zu vermeiden, muss man somit jegliches Feuer vom Benzintank fernhalten und – schwupps – hat man wieder was Neues gelernt und kann fröhlich weiter Auto fahren.


    Wer nun jedoch irrtümlicherweise denkt, das Benzin wäre die Ursache für diesen heißen Vorfall, der wird daraus haarscharf schlussfolgern, dass er jedem weiteren Hitzeunfall nur dann entgehen kann, wenn er von nun an auf jegliches Benzin verzichtet. Auch er hat etwas gelernt – zumindest glaubt er das.


    Er hat nun jedoch ein großes Problem. Ohne Brennstoff kann er sein Auto nicht mehr betreiben. Aber da er schließlich an seinem Leben hängt und auf seine Gesundheit bedacht ist, lässt er es von nun an in der Garage stehen und verzichtet lieber ganz darauf.


    In Diskussionen mit anderen Autoliebhabern rät er diesen immer davon ab, mit Autos zu fahren. Schließlich seien diese brennstoffbetrieben und es sei nur eine Frage der Zeit, bis auch sie mit ihrem Auto in der Glut des Feuers verschmelzen werden – nicht wenigen ist es schließlich bereits so ergangen und noch mehr verzichten bereits jetzt auf ihr Auto.


    Und all das aufgrund der Verwechslung der beiden kleinen und doch so bedeutenden Begriffe Ursache und Bedingung. In gewissem Sinne ist es somit nichts anderes als ein Vorwand, der zu Lasten schwerer Mehrgelenksübungen geht.


    Eigentlich könnte ich bereits hier schließen, denn offensichtlich scheint genau dies das Missverständnis zu sein, an dem die gesamte Diskussion krankt:


    Schweres Kraftraining kann eine hinreichende Bedingung für Abnutzungserscheinungen und Verletzungen sein, insofern andere Risikofaktoren hinzukommen oder bereits bestehen, aber die Ursache ist es nicht.

    Doch stimmt dies auch überhaupt so? Was sind die Hintergründe? Wo bleiben die Fakten? Welche sind die Risikofaktoren und wie kann man sie vermeiden? Hat schweres Krafttraining so große Vorteile, dass es sich trotz all der Risiken lohnt, es ernsthaft zu betreiben? Wenn ja, für wen lohnt es sich und für wen nicht?

    Weiterlesen...





  2. #2
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    Danke. Wieder was gelernt

  3. #3
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    Hallo,

    wie ich finde ein sehr guter Bericht. Allerdings wird ein Thema dabei etwas ausgeklammert. Das wäre die Tatsache der genetisch verringerten Belastbarkeit oder einer Stoffwechselstörung des Knorpels, die durch verschiedene
    Gründe entstehen kann.
    Wenn man vom gänzlich gesunden Individuum ausgeht, ist dieser Bericht IMHO sehr gut.
    Viele relativ unerklärliche Verletzungen, erhöhte Regenerationszeiten oder subjektiv empfundene Dysbalancen im Bewegungsapparat lassen sich allerdings leider auf eine geminderte Belastbarkeit zurückführen, die durch Training nicht kompensiert oder verbessert werden kann. Anderst sind Arthrosen, die bei jungen, sportlichen aber dennoch relativ unbelasteten Patienten auftreten nicht zu erklären. In vielen Athroskopien wird bsp. ein "crabmeatartiger" Knorpel diagnostiziert, der sich selbst durch leichte Belastungen keineswegs stabilisiert, sondern leider weiter abschilfert.
    In diesen Fällen bringen erfahrungsgemäß auch keine Glättungen mit Miniwhiskern etwas. Man muss in solchen Fällen genetische sowie stoffwechselverursachte Minderbelastbarkeit in Erwägung ziehen und kann solchen Patienten nur nahelegen, ihr Training erst dann wieder einzugehen, wenn diese Faktoren im Griff sind, was unter Umständen nur durch alternativmedizinische Therapiemethoden zuwege gebracht werden kann. Wie jeder weiß sind genetische Faktoren beim Aufbau und der Symetrie von Muskelmasse ein äusserst wichtiger Faktor. Diese Genetik ist auch entscheidend bei der Belastbarkeit von Knorpelgewebe oder der Grundstabilität des Bänder-Sehnenapparates. Selbst bei guter Genetik kann eine gestörte Stoffwechselaktivität des Knorpels für anhaltenden Frust sorgen.

  4. #4
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    find ich auch sehr gut

    leider kommt für mich auch der Aspekt der Ernährung viel zu kurz. Da viele bei unserem Training viel zu oft tierische Eiweiße in sich reindrücken, durch die ja schon lange bekannt, z.B, Kalzium aus den Knochen geschwämmt wird. Dies ist ein Problem, dass kaum irgendwo angegangen wird. Dabei gibt es so viele pflanzliche Alternativen die sogar einen viel besseren Effekt auf den menschlichen Körper haben, da die Aminosäuren viel besser auf die menschliche Verdauung und Aufnahme der Mineralstoffe abgestimmt sind.

    Das ist auch einer der Gründe, warum viele Top-Athleten schon längst auf tierische Produkte verzichten, da die Laktatwerte dadurch einfach erheblich verschlechtert werden. Ist ja aber auch klar, wenn der menschliche Körper abgestillt ist, kann er keine Laktase mehr herstellen und dementsprechend auch keine Laktose mehr verarbeiten. Die ist bei tierischen Eiweisquellen aber leider fast immer vorhanden, da die Eiweispreparate ja fast ausschließlich aus tierischen Milchabfällen hergestellt werden.

    Ansonsten kann ich bei Knorpelschäden diese Seite hier empfehlen. Empfehle ich gerne weiter, da ich hier auch schon behandelt wurde und nicht einfach aufgeschnitten. Bei Knorpelschäden sind die echte Profis.

  5. #5
    Sportstudent/in Avatar von lupus
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    Hai,

    Wenn man vom gänzlich gesunden Individuum ausgeht, ist dieser Bericht IMHO sehr gut.
    Viele relativ unerklärliche Verletzungen, erhöhte Regenerationszeiten oder subjektiv empfundene Dysbalancen im Bewegungsapparat lassen sich allerdings leider auf eine geminderte Belastbarkeit zurückführen, die durch Training nicht kompensiert oder verbessert werden kann. Anderst sind Arthrosen, die bei jungen, sportlichen aber dennoch relativ unbelasteten Patienten auftreten nicht zu erklären.
    Klingt wie eine Mutmaßung. Natürlich gibt es Sonderfälle, die gesondert behandelt werden müssen. Aber für sehr viele Schwächen ist Widerstand nun einmal sehr sehr hilfreich.

    Ich weiß, wovon ich rede. Ich habe eine Hüftdysplasie und die Ärzte wollten noch in der Schulzeit meine Hüfte operieren und zwar in einem beträchtlichen Ausmaße. Sie wollten beide Hüftpfannen brechen und leicht gedreht wieder einsetzen. Das hätte mich ein fast ein paar Jahre ans Bett gefesselt.

    Die Docs meinten zwar, dass die Schmerzen mit jedem Jahr immer schlimmer werden würden und ich spätestens mit 30 eine neue Hüfte bekommen müsste, aber nach meinem damaligen Kenntnisstand gab es auch einen anderen Weg.

    Zum Glück bin ich diesen Weg gegangen - habe zwar das Boxen und die Pläne vom Sportstudium an den Nagel gehängt, aber dafür noch fokussierter und schwerer trainiert. Meine Hüfte ist dadurch enorm stabil und vollkommen schmerzfrei geworden - nach so einer OP hätte ich sie sicherlich nicht mit fast 400kg Hanteln belasten können.

    Schweres, progressives und beharrliches Krafttraining hat mir nicht nur alle Schmerzen genommen und viele weitere Vorteile der Entwicklung gebracht, es hat mir auch mein drittes Lebensjahrzehnt gerettet und mich vor dem großen Fehler bewahrt, mich mehrfach opieren und ans Bett fesseln zu lassen.

    Widerstand war meine Medizin und sie hat gewirkt. Und: Die meisten Mediziner haben keine Ahnung von der Wirkung progressiven Widerstandes!


    @andrewide77,

    ...tierische Proteine sind ungesund? Der menschliche Körper kann generell keine Laktose mehr verarbeiten?

    Mhm, zum Glück glaubt mein Körper so was nicht.

    Was schlägst Du denn als Lösung vor? Tofu mit Phytoöstrogenen?

    Dabei gibt es so viele pflanzliche Alternativen die sogar einen viel besseren Effekt auf den menschlichen Körper haben, da die Aminosäuren viel besser auf die menschliche Verdauung und Aufnahme der Mineralstoffe abgestimmt sind.
    Du meinst sicherlich, weil der Mensch ursprünglich Pflanzenfresser gewesen ist, oder? Aber wie konnten sich die pflanzlichen Aminosäuren auf die Verdauung des Menschen abstimmen? Ich dachte immer, Evolution verläuft anders und auch das der Mensch erst wirklich auf pflanzliche Ernährung umgestiegen ist, als er den Ackerbau erfunden hat.

    Wissenschaftler haben klar nachgewiesen, dass die Viehaltung viel viel älter ist, und dass davor mit dem Jäger und Sammler-Dasein ist ebenfalls hinlänglich bekannt. Tierisches Eiweiß gehört zum Ursprung unserer Ernährung und ist auch heute noch eine sehr gute Quelle zur Proteinversorgung. Schließlich sind wir auch Tiere und keine Pflanzen.

    (Jedem Athleten bleibt aber natürlich die Freiheit, aus ethischen Argumenten darauf zu verzichten.)

    Imho das beste Buch, dass diese Entwicklung der Kulturen in den Fokus nimmt und dabei auch noch darstellt, warum die heutigen Kulturen so sind, wie sie sind, ist der Bestseller von Jared Diamond:
    http://www.amazon.de/Arm-Reich-Schic...6179241&sr=1-2


    Nachtrag:

    Aber natürlich stimmt es, dass bereits einige Menschen sehr gut, an die pflanzliche Ernährung angepasst sind. Dennoch sollte man hier keine zu generellen Aussagen treffen - das passiert mir aber auch immer wieder.

    Aber andererseits gibt es auch sehr viele Menschen, die von der schwerpunktmäßig pflanzlichen Ernährung krank werden. Hier ein Bsp.: http://www.amazon.de/Das-Getreide-Zw...6180234&sr=8-1

  6. #6
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    @zippel aka lupus:

    Was qualifiziert dich dafür eine Aussage über Knochen/Gelenkschäden durch Krafttraining zu machen?

  7. #7
    Sportstudent/in Avatar von lupus
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    Was qualifiziert Dich dazu, diese Frage zu stellen?

  8. #8
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    Mit dieser Response habe ich gerechnet, Stichwort Wikipedia-Spezialisten. Nix für Ungut Kollege

  9. #9
    Sportstudent/in Avatar von lupus
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    Was ist denn jetzt los? Da beginnst Du eine Diskussion, gehst mit voller Front auf Dir Unbekannte los und wenn es um Dich selbst geht, blockst Du ab? Und genau damit habe ich gerechnet.

    Da kann ich ja auch direkt mal ganz tief in die Klischeekiste greifen. Hm, was finden wir denn da in dem Fall. Ah hier, das könnte Deine Größe haben:

    60-KG-Experte. Viel Gedanken, aber keine Taten. Keine Erfole, kaum Praxis-Erfahrung. Usw. usf. Wahrscheinlich drückst Du nicht mal 150 auf der Bank. #popcorn

    Danke für das Gespräch

  10. #10
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    Das ist doch ein Troll, mit dem Vogel wirds mir zu bunt.

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