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Bodybuilding

Berend Breitenstein über "Langsame Wiederholungen"



Ich möchte hier mal den folgenden Auszug aus Berend Breitensteins Buch " Bodybuilding-Die besten Methoden" zur Dikusson stellen:


"Langsame Wiederholungen (Slow Motion)

Die Methode der langsamen Widerholungen hat als Grundgedanken die sehr geringe Bewegungsgschwindigkeit innerhalb der Wiederholungen eines Satzes. Üblicherweise werden im Bodybuilding sowohl für den konzentrischen als auch für den exzentrischen Teil der Bewegung zwischen zwei und vier Sekunden angesetzt.
Stellen Sie sich vor, Sie trainieren Langhantelcurls im Stehen. Eine vollständige Wiederholung nimmt normalerweise zwischen vier und acht Sekunden in Anspruch. Anders ist es bei der Methode der langsamen Wiederholungen. Hier werden 15 bis 30 Sekunden sowohl für die Aufwärts- als auch für die Abwärtsbewegung vorgesehen. Das heißt, Sie absolvieren Ihre Wiederholungen quasi im Zeitlupentempo. Und dabei machen Sie nicht nur eine oder zwei Wiederholungen pro Satz, sondern sechs bis zwölf! Es ist bei dieser Methode durchaus möglich, zwischen den Wiederholungen für einige Sekunden zu pausieren, also bei Langahntelcurls in der Position mit gestreckten Armen. Diese Pause ist aber nicht zwingend erforderlich und kann je nach persönlichem Empfinden eingehalten werden oder nicht. Es ist ganz wichtig, der Versuchung zu widerstehen, die Bewegungsgeschwindigkeit während der Wiederholungen zu erhöhen. Sie müssen von der ersten bis zur letzten Wiederholung pro Staz das empfohlene Zeitmuster einhalten. Natürlich sollten Sie während des gesamten Satzes stets auf eine saubere, sehr korrekte Technik achten und nicht abfälschen, damit die Zielmuskulatur optimal isoliert wird. Bei derart langsamen Wiederholungen ist es gut nachvollziehbar , dass Sie Ihr Trainingsgewichte deutlich reduzieren müssen, um ihr Wiederholungsziel zu erreichen. Ein guter Anhaltspunkt ist die Reduzierung der Gewichte um 20 bis 30 Prozent im Vergleich zum üblichen Trainingsgewicht. Genau hier liegt aber auch der große Schwachpunkt der Methode der langsamen Wiederholungen. Obwohl es eine sehr sichere Methode ist, weil Verletzungen augfgrund der leichten Gewichtsbelastung und der sehr korrekten Bewegungsausführung nahezu ausgeschlossen sind, kann es sein, dass der erzielte Trainingsreiz kaum oder sogar überhaupt kein Muskelwachstum anregt.

(Winnet,R.,in Sprotrevue 5/98,62)

Obwohl Sie während der Satzausführung mit langsamen Wiederholungen ein sehr starkes Brennen in der Zielmuskulatur verspüren, könnte das Muskelwachstum also aufgrund der niedrigen Reizintensität nur ungenügend oder gar nicht stimuliert werden.

FAZIT:
Die Methode der langsamen Wiederholungen ist für den Aufbau von massiver, dichter Muskulatur wenig empfehlenswer. Auch für die Definitionsphase eignen sich langsame Wiederholungen allenfalls als ergänzende Methode für einen oder zwei Sätze pro Muskelgruppe. "


Eure Meinung dazu? (HIT nutzlos?)

[Kleine Anmerkung von mir: Wenn man das Buch "HARCORE TRAINING-Professionelle Techniken für schnellen Muskelaufbau" von Dr. Ellington Darden mit dem oben zitierten Auszug vergleicht, so ist es nahezu unglaublich, wie sehr sich doch in der Fachliteratur wiedersprochen wird...]


Danke schonmal
Flex

P.S.1
Ich selbst bin kein HIT-Verfechter, ganz im Gegenteil. Ich werde in absehbarer Zeit mit dem 42 Tage-HIT Superslow Programm beginnen, nachdem ich mittlerweile seit knapp zwei Jahren (mit recht gutem Erfolg)nach Volumen traniert habe!

P.S.2 Hätte es natürlich auch bei(m) "Heavy Duty Project" posten können...naja,egal!



[Dieser Beitrag wurde von Flex am 18.08.2001 um 19:17 Uhr editiert.]
Hmm, bin gerade ein bischen in Eile, deswegen kann ich dazu jetzt nicht viel schreiben. Nur ein Stichwort:

ATP-Magel-Theorie vs. Reiz-Spannungs-Theorie. Vielleicht will da ja jemand drauf einsteigen, ist nämlich sehr interessant.

Gruss,
Eisenfresser



Hey Eisenfresser,

ich habe im Moment auch keine zeit mehr, habe schon soviel geschrieben. :-)

Ich will auf jeden Fall mit dir darüber diskutieren, also hab geduld bitte ja, dann schreib ich einiges zum diskutieren ok. Das gefällt mir, geht richtig in die Materie.

Power Ben
@ All,

möchte mich ebenfalls produktiv an diesem Thread beteiligen.

Gruß Sisco
... ich finde, das widerspricht tatsächlich allem, was ich bisher über HIT gelesen habe, ja, es stellt die HIT-filosofie geradezu auf den kopf, denn eben durch das langsame ausführen der übungen und die daraus resultierende intensität soll doch das muskelwachstum angeregt werden und breitenstein schreibt, dass es dazu gerade NICHT kommt?

-eiswolf-

ps: mir fällt auf, dass in dem zitat immer "könnte" steht. alles nur vermutungen?
na, das klingt ja beruhigend. eiswolf
@ all
Okay, dann bin ich mal auf die Diskussion gespannt [img]http://www.bbszene.de/forum/smile.gif[/img]

@ Ace
Ähnliche Fragen stellte ich mir, als ich den Artikel zum allerersten Mal las,ebenfalls...
-Welche Schwelle meint er eigentlich? Gewisse Definition von "Schwelle" wäre vorteilhaft!
-Wie kann HIT(SS,Warp,etc..) unter den genannten "Gegebenheiten" überhaupt bei so vielen Leuten so gut funktionieren ? Wie gesagt: In Dardens Buch beispielweise steht das absolute Gegenteil über den Nutzen von superlangsamen Wiederholungen!

Fürs erste Gute Nacht&danke an alle
Flex

[Dieser Beitrag wurde von Flex am 19.08.2001 um 02:47 Uhr editiert.]
So, hiermal meine Überlegungen dazu. Es gibt verschiedene Theorien darüber, wie ein Wachstumsreiz im Muskel gesetzt wird. Alles nur Theorien, den genauen Mechanismus kennt bis heute nach meinem Wissen niemand.

Die Reiz-Spannungs-Theorie (Hettinger, 1960) besagt, dass ein Muskel dann zum Wachstum angeregt wird wenn er für eine benötigte Mindestzeit einer Spannung ausgesetzt wird, die über einem Schwellwert liegt. Die Höhe dieses Schwellwertes ist natürlich abhängig vom aktuellen Entwicklungsstand dieses Muskels. Offensichtlich kennt Breitenstein nur diese Theorie, auf die er sich mit seinem Text bezieht. Wäre dieses der alleinige zum Wachstum notwendige Reiz, so wäre isometrisches Training (z.B. das Halten eines Gewichtes was so schwer ist, dass man es nicht heben kann) oder Negativtraining optimal.

Nach der ATP-Mangel Theorie (Bührle/Werner, 1983) wird ein Reiz dann gesetzt, wenn ein Muskel in einen Energienotstand gerät, weil er seine chemische Energie (ATP) schneller verbraucht, als diese vom Stoffwechsel nachgeliefert werden kann. Ein vorrübergehendes Versagen des Muskels ist die Folge dieses Zustandes. Das ist den Hit-Trainierenden ja aus der Praxis durchaus bekannt.

Der Weisheit letzter Schluss scheint die ATP-Magel Theorie allerdings auch nicht zu sein, denn sie Erklärt nicht die Erfolge vieler Bodybuilder welche nie bis zum Versagen trainieren.

Gruss,
Eisenfresser


Naja, die Reiz-Überdehnungsansicht hat schon was... Wer mehr wissen will: [url="http://home.hia.no/~stephens/hypplas.htm"]http://home.hia.no/~stephens/hypplas.htm[/url] , man beachte die Literaturhinweise.
Ansonsten ist wohl eher die anaerobe Erschöpfung ausschlaggebend.


Gruss

kockie
Ich persönlich sehe auch in Intensität die Zukunft. Kurze Pausen (ATP-Mangel-Theorie), viel Laktat.

Aber ein optimaler Reiz ist aber bei z.B. bei TUT 10/10 nicht gesetzt. Weniger Gewicht langsamer bewegt --> weniger Kraft erforderlich --> die Arbeit machen die ST Fasern.

Die Reihenfolge dier Fasern ist ST- FTO - FTG.
Viele meinen und argumentieren, dass das zeitlich gesehen ist,
erst die ST Fasern, nach einer Minute sind die erschöpft, dann erst kommen die FTO-Fasern...

Aber das hängt von der aufzubringenden Kraft ab, und die ist bei einer TUT von 60-120 einfach so gering, dass keine FTG fasern angesprochen werden, und die sind die Faswrn, die richtig wachsen.

Wäre es nciht klüger eine Kadenz von 2 positiv 8 Negativ bei gleicher TUT und mehr gewicht zu haben?

HIT ist ein Schritt in die Richtige Richtung, aber noch nicht das Wahre...

Hi,

ich werde mich nicht daran beteiligen, wenn Ihr hier vorhabt über irgendwelche Fasertheorien zu diskutieren. Denn das führt zu nix ausser eingeschlagenen Köpfen, bzw. Bildschirmen - Beispiele gibt es in diesem Forum ja schon genug...
Dem eben erbrachten Arrgument gegen SSlow kann trotzdem nicht folgen, ist aber auch wurscht.

@Sigls: Ähmm?
Kadenz 2/8 pro WH?
Schau mal mein erstes Posting, eins über Deinem.
"Aber zur Intensivierung des Trainings in einer Schockphase ist sicher nichts so geeignet wie SSlow-WH, gepaart mit Negativ-Training."
Negativ-Training - pro WH etwa 2/8sec.
Du siehst also, Dardens SSlow geht in die richtige Richtung, nur leider ist die Belastung für die Muskeln bei Neg-Training sehr hoch. Das führt früher oder später zu Stagnation - das andere Wort will ich lieber garnicht erst aussprechen.
Deshalb wird Negativ-Training nur zeitweise eingesetzt, das hat schon seine Richtigkeit.


Good Luck!
Mr.Hit
Breitenstein:
Hier werden 15 bis 30 Sekunden sowohl für die Aufwärts- als auch für die Abwärtsbewegung vorgesehen. Das heißt, Sie absolvieren Ihre Wiederholungen quasi im Zeitlupentempo. Und dabei machen Sie nicht nur eine oder zwei Wiederholungen pro Satz, sondern sechs
bis zwölf!

Zusammengefasst:
-30-60 sekunden pro WH
-6-12 WHs pro Satz

-> TUT 180-720 sekunden !

da wundert es mich nicht dass die muskeln nicht wachsen können, vor allem wenn die TUT richtung 12 minuten geht!

Feu mich über rege Anteilnahme an Diskussion. Hab leider sau wenig Zeit im Moment! Werd morgen mal dazustoßen...

Danke Jungs
Flex
hi,

gebe jetzt auch mal meinen Senf dazu.
Ich glaube, daß der Berend Superslow nie selber wirklich ausprobiert hat, geschweige denn Ahnung davon hat.

Ace hat recht, schnellere Wiederholungen mit höherem Gewicht haben genau den gleichen Nachteil, wie angeblich die Superslow-Wiederholungen. Das Gewicht wird in einem Teil der Bewegung - vornehmlich dem schwersten - einer erhöhten Beschleunigung ausgesetzt. Durch die Masseträgheit hat es also eine gewisse Geschwindigkeit bekommen, die es nur noch aufrechtzuerhalten gilt. Die notwendige Kraft dafür ist GERINGER als am Anfang der Beschleunigung - der "Kraftspitze". Ihr kennt ja den guten alten Isaac Newton alle: Kraft = Masse x Beschleunigung

Man stelle sich einfach nur ein Auto vor, daß man von null auf 50kmh bekommen möchte. Die Beschleunigung bis dorthin braucht am meisten Kraft. Fährt man aber 50kmh, muß man das Gaspedal kaum noch antippen, um das Auto bei 50kmh zu halten

Fazit: Das höhere Gewicht bewegt man also gar nicht selbst, sondern die Trägheit. Und das schlimme daran, in der oberen Phase der Bewegung ist die Muskelspannung = Null !
Beispiel Seitheben: Sobald man in der horizontalen Position angekommen ist, ist die Kurzhantel aus Tragheitsgründen noch in Bewegung - sie will quasi noch weiter nach oben fliegen und drückt also gegen die Handinnenfläche. In diesem Punkt der Bewegung ist die Belastung für den Deltoideus fast gleich =null. Quasi nur noch das Eigengewicht des Armes.

Und noch mal zu meiner Aussage, daß der Berend B. keine Ahnung von Superslow hat:

6-12 Wiederholung a 30 Sekunden? TUT = 180-360 Sekunden? Das ist Superslow? Naja...

Also sonst laß ich nichts auf den Berend Breitenstein kommen.Seine Bücher sind für das breite Fitnessstudiovolk auf jeden Fall eine gute Einstiegslektüre! Ich empfehl sie meinen Leuten auf jeden Fall gerne weiter

Gruß Watz
Hallo Watz,

eigentlich logisch, oder doch nicht?

Meine Frage hierzu:

Nehmen wir an Du schaffst mit Deinem Körpergewicht

6 Wiederholungen a 10/10 im Superslow Stil = TUT 120 Sekunden

Nehmen wir an Du änderst die Kadenz auf 1/1

Wieviel Wiederholungen bzw. welche TUT schaffst Du?

60 Wiederholungen ( 120 Sekunden ) sicherlich nicht!

Also wenn der Muskel wie Du gerade gesagt hast durch den Schwung weniger belastet wird, müßtest Du doch eigentlich mindestens 60
Wiederholungen schaffen.

Kann es nicht doch sein, dass der Muskel durch die schnellere Bewegung mehr gefordert wird und tiefer ausgeschöpft wird?

Gruß Sisco


@Watz
Richtig, F = m * a

Du hast bei Deiner Rechnung aber wohl vergessen, daß das Gewicht bei einer schnellen Bewegung anfangs eine große Beschleunigung erfährt, was folglich eine größere Kraft erfordert.
Nur zu Beginn der der Bewegung, wohlgemerkt!

Wogegen wir bei SS den Muskel wesentlich konstanter belasten,
und natürlich durch das Verhindern großer, explosiver, Kräfte das Verletzungsrisiko verringern.

Womit wir wieder bei der Frage wären, was genau denn überhaupt Hypertrophie auslöst - kann das nicht mal endlich jemand klären?

Hat man nicht in Test nachgewiesen, daß SS-Ausführung zu größeren Kraftsteigerungen führt?
Nichtwahr Sisco, die guten alten Tests...
[img]http://www.bbszene.de/forum/smilies2/zwinker.gif[/img]


Klar funktioniert diese Milchmädchenrechnung nicht, und das wird, so ist meine Vermutung, daran liegen, daß unterschiedliche Bewegungsphasen ein unterschiedliche Muskelfaserrekrutierung zur Folge hat.
Wie gesagt, ist nur eine Überlegung:
Das heißt in der Beschleunigungsphase, wird unter zur Hilfenahme einer bestimmten Anzahl von Muskelfasern in diesem Winkel eine hohe Muskelspannung erzeugt, in den anderen - weniger belastenden - Phasen der Bewegung werden aber wenige oder an dem Bewegungsumkehrpunkt so gut wie keine Fasern benutzt. Man verschenkt sich also eine Menge neuer, frischer Fasern, die normalerweise aktiviert würden.

Ist Euch mal aufgefallen, daß das Ende des Satzes bei schnellen Bewegungen immer unmittelbar und sofort kommt? Das heißt die vorletzte Wiederholungen wird langsamer, die letzte klappt "ganz plötzlich" nicht mehr. Hingegen bei SS ist Ende quälend langsam. Ich denke, daß bei schnellen Bewegungen immer die gleichen Fasern in einem Winkel benutzt werden und Rest quasi aus Trägheitsgründen "vergessen" wird.

@sisco

Also würde meine Schlussfolgerung lauten:
Der Muskel wird nicht tiefer ausgeschöpft, sondern nur ein paar Muskelfasern werden bevorzugt belastet. Wozu das führen kann, sieht man an Leuten die nur Langhantel-/Kurzhantelcurls trainieren. Wenn die dann mal an eine Bizepsmaschine (sogar ohne variablen Widerstand) gehen, wird das Gewicht immer in der Kontraktionsphase sehr schwer...

@streiter

Genau das meinte ich übrigens, mit meinem Autobeispiel

Gruß Watz
Nö, das seh ich anders!
Wenn da wirklich, wie Du sagst, ein Teil an Muskelfasern vergessen wird, dann würde der Körper diese doch mit Sicherheit auch benutzen, wenn aus den anderen nichts mehr rauszuholen ist.
Ich glaube einfach, daß nicht mehr Genug Fasern mit ATP versorgt sind, um diese Große Kraft am Anfang der Bewegung aufzubringen.
Das würde bedeuten, daß man mit SS die ATP Speicher viel besser entleeren könnte - oder mit Nachdrücken.
Allerdings kann kein Mensch ewig nachdrücken und so glaube ich, daß Nachdrücken nach einem "schnellen Satz" nicht an Nachdrücken in einem SS Satz herankommt - zumindest, was die "Entleerung" angeht.
Dagegen haben wir bei schnellerer Bewegung kurzzeitig eine wesentlich höhere Muskelspannung.
Aber das hatte Eisenfresser ja schon angeschnitten...


Selbst wenn es nicht so ist, schnellere Wiederholungen erschöpfen den Muskel bestimmt nicht mehr, da die Muskelspannung nur kurz mal höher ist und an anderen Punkten der Bewegung ist sie wiederum niedriger als beispielsweise bei SS (oder gar ganz futsch wie bei dem Beispiel mit dem Seitheben). Im Schnitt (muß es ja aus physikalischen Gründen) immer wieder auf die gleiche Arbeit bei gleicher TUT hinauslaufen.
Es kann ja nicht sein, daß man bei schnellen Wiederholungen mehr Gewicht nehmen kann, und trotzdem auf die gleiche TUT kommt wie bei SS. Die Arbeit ist nun mal durch die Kraft begrenzt.
Deswegen kann man den Satz "Schnellere Wiederholungen schöpfen den Muskel tiefer aus" nicht so stehen lassen.
Wenn es wirklich darauf ankäme, nur ein hohe Spannung zu erzeugen, wäre Powerlifting-Training das beste Hypertrophie-Training.

Das meinte ich mit meinem Beitrag nur. Schnellere Wiederholungen schöpfen den Muskel nicht tiefer aus aus SS. Lasse mich aber vom Gegenteil überzeugen.

Auf der anderen Seite gibt es zwei weitere Gründe für ein langsames (wenn nicht unbedingt Superslow-) Training:

a) Die Verletzungsgefahr wird minimiert
b) Man kann die TUT wenigstens bestimmen.

Gerade Punkt b): Es ist unmöglich bei beispielsweise einer 2/2 Kandenz wirklich herauszufinden, wieviel Sekunden der Muskel nun wirklich unter Anspannung stand.

Selbst wenn immer den komplette Muskel angespannt wird und meine Überlegung mit den Muskelfasern in bestimmten Winkelstellungen falsch ist (ist ja gar nicht meine Überlegung, sagen viele Sportwissenschaftler [img]http://www.bbszene.de/forum/smilies2/zwinker.gif[/img]) , so sprechen letztere Gründe trotzdem für ein langsames Training.

Gruß Watz
Juchuu, das war übrigens mein 200ster Beitrag (obwohl ich schon seit Sept2000 registriert bin...)
[img]http://www.bbszene.de/forum/smilies2/rock.gif[/img] [img]http://www.bbszene.de/forum/smilies2/rock.gif[/img]
Gratulation zum 200.ten [img]http://www.bbszene.de/forum/smile.gif[/img] !

Ja ja, wir alten Hasen, Sept. 2000, ... [img]http://www.bbszene.de/forum/wink.gif[/img]

Gruß,
HHF

Ja ich hab so 5, und bin auch schon so lange hier [img]http://www.bbszene.de/forum/smilies2/rock.gif[/img]
@Watz
Darin möchte ich Dir auch gar nicht widersprechen...

Allerdings gibts jetzt eine Aussage, mit der ich nicht einverstanden bin.[img]http://www.bbszene.de/forum/smilies2/zunge.gif[/img]

Ich wäre nicht so sicher, was die Gleiche Arbeit bei gleicher TUT und unterschiedlicher Kadenz betrifft.
Zumindest was die zugeführte Leistung angeht.
Der Körper ist ja nun mal ein wenig mehr, als ein mechanisches Gebilde. Wer weiß, vielleicht verändert sich der Wirkungsgrad der Muskulatur drastisch, bei unterschiedlicher Kadenz...
(Jetzt geht der Elektrotechniker mit mir durch![img]http://www.bbszene.de/forum/smilies2/zwinker.gif[/img])

Sind da jemandem irgendwelche Erkenntnisse bekannt?
Ich finde die ganze Diskussion nimmt überhand.

Fest steht dass sowohl herkömmliche Wiederholungskadenzen (1|1, 2|2,...), Superslow (8|4, 10|10, ...) und sogar explosive Bewegungen (Umsetzen, Push Press ,...) die erwünschten Ergebnisse bringen.

Meiner Meinung nach kommt es nur darauf an, hart und regelmässig zu trainieren.

[Dieser Beitrag wurde von Tequila am 21.08.2001 um 17:51 Uhr editiert.]
Ich weiß nicht mehr, wo ich es gelesen habe, aber es stimmt auf alle Fälle: Es werden nur so viele Muskelfasern aktiviert, die für das Bewegen des aktuellen Gewichtes benötigt werden. Im X-Adaption (oder X-Stream) Buch steht drin, das bei langsameren Wiederholungen nach und nach auch die bisher unaktivierten Fasern aktiviert werden. Bei langsamen WH werden also fast alle Muskelfasern benutzt, bei schnellen nur ein Teil und der dann immer wieder (mehrere Sätze beim Volumentraining). Also sind langsame WH´s effektiver als schnelle, hoffe ich mal[img]http://www.bbszene.de/forum/smilies2/winke.gif[/img]
Hmm Waleuter, da hast Du leider nicht ganz genau gelesen bzw. Deine Schlussfolgerung ist so nicht korrekt.

Gruß Watz
Ich seh schon, wieder einmal ein weites Feld...[img]http://www.bbszene.de/forum/smilies2/traurig.gif[/img]
Naja, postet erstmal weiter, kann nix großartiges dazu sagen...finds aber sehr interessant.Ist im Prinzip wieder ne Diskussion ob HIT oder Volumen besser funzt,aber genau das war ja auch irgendwie eines meiner Ziele dieses Postings [img]http://www.bbszene.de/forum/smile.gif[/img]
Hi flex,

mittlerweile bin ich der Ansicht, daß diese Diskussion HIT vs. Volumen hinfällig ist, ganz abgesehen davon, daß man auch als Volumi Superslow trainieren kann...
Jeder Sportler hat ein gewisses Profil und aufgrund dessen, wird jedes Programm etwas unterschiedlich ausfallen. Beispielsweise jemand mit einer sehr guten Kraftausdauer in den Beinen wird ein unterschiedliches Ergebnis mit einem Bein-Programm bekommen, wie sein Zwillingsbruder, der nicht trainiert ist. Für den Bruder würde sich ein anderes Programm für die Beine dann eher anbieten oder er müsste sich vorbereiten wie sein Bruder Nr.1, um auf den gleichen Level zu kommen.

Gruß watz
Hallo Leute,

möchte mich mal an der interessanten Disskus beteiligen und meinen Senf dazugeben.

Zu Breitenstein: Herr Breitenstein ist vom falschen Ansatz ausgegangen. Sein Super-Slow ist in einer tut bei der das o2 System bereits zu 70- 80% am Gesamtbeitrag übernimmt, daher ist diese Belastungsart eher mit aerobem Intervalltraining zu vergleichen, als vielmehr anaerobem Krafttraining. Sicherlich ist die Intensität hoch, aber nur in Bezug zu % in VO2max. Anaerobes Training mit einer tut
Danke Kappa, zwar nicht ganz leicht zu verstehen aber soweit klingts logisch!
@Kappa
Moooment!

Kap.= F x t meinetwegen

F/t = P/s auch OK!

Kap.= P/s ?

Wenn P/s = F/t ist, kann es nicht gleichzeitig F x t sein!
Wie wärs mit P x s ?
Hallo Kappa,

habe ich Dich so richtig verstanden, daß als Schlußfolgerung die Geschwindigkeit bei einer Übung im Endeffekt auf die Muskelausschöpfung keinen Einflüsse hätte, wenn nicht die Sache mit der unterschiedlich Rekrutiereung der Muskelfasern in verschiedenen Winkeln wäre?
Will heißen, die muskuläre Kapazität ist unabhängig von der Kadenz, da es sich immer irgendwie ausgleicht, allerdings bevorzugen schnelle Bewegungen bestimmte Muskelfasern?


Hallo Kappa,

hast Dich wiedermal selber übertroffen![img]http://www.bbszene.de/forum/smilies2/daumenhoch.gif[/img]

Gruß Sisco
achtung sisco ... stolperfalle !

die kapazität = willkürlich von vielerlei Faktoren abhängig. Glycogenlevel, Laktatdiffusionsrate, Laktatelliminationsrate usw.

das von da oben ist blanke theorie, die man nicht 1:1 übertragen kann ... leider.

bestes Beispiel die statischen Übungen, aufgrund der isometrischen Spannung kann Blut unzureichend zirkulieren und demnach überträgt sich dies natürlich auf unsere Faktoren von oben !

kommt Zeit kommt Erkentniss. it´s a very long "and hard" Way.

@watz:
habe ich Dich so richtig verstanden, daß als Schlußfolgerung die Geschwindigkeit bei einer Übung im Endeffekt auf die Muskelausschöpfung keinen Einflüsse hätte, wenn nicht die Sache mit der unterschiedlich Rekrutiereung der Muskelfasern in verschiedenen Winkeln wäre?
Will heißen, die muskuläre Kapazität ist unabhängig von der Kadenz, da es sich immer irgendwie ausgleicht, allerdings bevorzugen schnelle Bewegungen bestimmte Muskelfasern?

A: das mit den schnellen Bewegungen ist korrekt, nur ? von wie schnell sprechen wir ? Bestes Beispiel der Radsport:

die Sprinter: erreichen Kadenzen von 250 - 285 U/min. Normale Straßenfahrer mit einem geringem Anteil Typ II Fasern erreichen vielleicht 180-190 max. Dennoch bis zu einer Kadenz von guten 110-120 U/min arbeiten vorzugsweise nur Typ I Fasern. Gemessen auf einer Rolle.

Also ein Beweis, daß Typ I Fasern sehr wohl relativ schnelle Bewegungen vollführen können. Wir Hantelschwinger können quasi gar nicht so schnell unsere Gewichte bewegen "Massenträgheit". Daher versuchen wir über die Muskelspannung eine Rekrutierung der Typ II Fasern zu erreichen. Je höher die Spannung, desto mehr Fasern rackern, Versagen tritt dann ein, wenn die am wenigsten Ausdauernsten Fasern ihre Arbeit einstellen also Typ IIc spätestens wenn die KP-Speicher gaga sind. Der rest kann das GEwicht nicht mehr halten, es sein denn wir verringern den resultierenden Hebelarm in dem wir die Langhantel absenken und somit auch das Gewicht, bzw. die Spannkraft die der Muskel aufbrigen muss.

M=F x l F = M/l

grüße Kappa

ps. streiter. wie willst Du Weg erfassen ? speziell bei statischen Übungen ? Zeit ist komvortabler.

[Dieser Beitrag wurde von HITKappa am 24.08.2001 um 15:50 Uhr editiert.]
@Kappa
Ich muß ja zugeben, wenn es in den Biochemischen Bereich geht übersteigen Deine Ausführungen momentan mein Verständnis.
Ich hatte lediglich darauf hingewiesen, daß der Weg der zu Deiner Formel führt mathematisch nicht korrekt ist - kann natürlich sein, daß ich da einem Denkfehler erlegen bin.

@Streitet:

Wenn P/s = F/t ist, kann es nicht gleichzeitig F x t sein!
Wie wärs mit P x s ?


A: wenn dann P x t = F x s

grüße Kappa
passt auf

Achtung : max. 1 Ininizialisierungssatz u. 1 Max.satz pro Muskelgruppe
Achtung: Ininizaliesierungssatz+Max.satz

60 s drücken positiv und 60s drücken negativ. (max.120 s)
anschließend Maximalsatz ohne Pause:Max.gewicht wählen .
Max.Satz ausführung:
4s drücken positiv / 2statisch anspannen / 4s drüken negativ ab der 8.W Gewicht erhöhen und vortfahren bis nix geht
und weiter ohn Pause :-30 %Gewicht ung lagsame Ausführung bis nix geht
und dann nocheinen weiter ohn Pause :-30 %Gewicht und lagsame Ausführung bis nix gehtt
zum Schluß 15s statisch anspannen dann ablassen.
dann wirst du sehen was das für eine Theorie ist und wie es wirkt aber eine Pause von min.5Tagen dem Muskel geben!!!!!!!!!!!!!!!!!dann wird dein Gewicht linear ansteigen!Lineartheorie nach oben da guckst du mach mal!!!!!!!!!
@triumviratus
Tolle Sache, aber warum holst du einen 3 Jahre alten Thread wieder nach oben?

Übrigens nennt sich was du gepostet hast 'XA' und ist in meinen Augen völliger Murks.
...Ich finde das hier äußerst amüsant, vor allem wie wissenschaftlich alle sind! Ich hoffe, dass deren Körper nicht "wissenschaftlich" aussehen, sondern eher athletisch oder gar monströs!

Mike Matarazzo sagte mal: "Es hat heute den Anschein, daß die neue Generation von Bodybuildern wissenschaftliche Abkürzungen zur Kraft und Masse sucht. Die Massewissenschaft ist keine Raketenforschung. Es ist eine harte Schule, die mit viel Schweiß verbunden ist, da kommen diese neuen wissenschaftlichen Klugscheißer einfach nicht mit!"
Gott, dieses Geschwafel ist ja die Pest!

Die Frage von Flex war: "Hit nutzlos?"

Wenn man sich den Auszug von Breitenstein mal aufmerksam zu Gemüte führt, erkennt man aber, dass es da um Super Slow geht und nicht um HIT im eigentlichen Sinne.
Wiederholungen im Bereich von 30 Sekunden sind nicht das was ursprünglich unter HIT verstanden wurde wenn ich mich nicht sehr irre.

Gruß, Jackson
ich kann J.D. nur Recht geben!
Als ich mir das grad durchgelesen habe, dachte ich genau das Gleiche!

Leute, lest Euch das vernünftig durch und ihr erkennt, dass von jeweils anderen Dingen gesprochen wird("langsame Wiederholungen" und "Super-Slow" ist ja wohl nicht das Gleiche)!
Man betrachte außerdem wie Thorus "langsame Wdhs" definiert!
Dann erübrigt sich alles weitere!
Und um abschließend JD nochmal zu zitieren:
"Gott, dieses Geschwafel ist ja die Pest!"

pm
@ Kappa und alle anderen Mathematiker
Chapeau, meine Herren, chapeau.
Ehrlich.
Mal ´ne andere Frage.
Wie wäre es mal mit einer Formel für den BMI für Bodybuilder, vielleicht unter Einbeziehung des Körperfettgehaltes und der Umfänge der Extremitäten oder so?
Der normale BMI funktioniert für Eisenfresser nicht.
Wäre das nicht eine Herausforderung?
Gruß. Joe
@all
ich zitiere mich noch mal selbst
[quote]Tolle Sache, aber warum holst du einen 3 Jahre alten Thread wieder nach oben? [/quote]
Schlüsselwörter: Wiederholungen, Fasern, Muskel, Hit, Gewicht, Tut, Bewegung, Gruß, Training, Sekunden, Muskelfasern, Kraft, Superslow, Kadenz, Theorie, Kappa, Atp, Satz, Watz, Bewegungen
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