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Bodybuilding

frage zur intensität



hy leute,

habe vor kurzem heavy duty von freund mentzer gelesen und frage mich seit dem, ob ich wohl intensiv genug trainiere.
mehr als bis zum muskelversagen und verschiedenen techniken anwenden kann man ja nicht, soll ich meinen trainingspartner mit der kanone hinter mir stehen haben und schreien wie ein bekloppter als ginge es um mein leben oder wie meint er das????????????????????
wie interpretiert ihr das? bzw. wie hart geht ihr an die sache ran.
er schreibt von brutalem training mit kreislaufproblemen und übertraining.

klar ist man nach beinen schon mal auf den lokus gerannt und hat sich erleichtert, das ist aber doch eher die ausnahme. und ehrlich gesagt fühl ich mich nach den 6 sätzen pro trainigstag nicht übertrainiert.

ich trainierte seit 15 jahren volumen und ca. halbes jahr nach HIT, da ich keine fortschritte mehr machte. bin im umkreis der einzige der nach HIT trainiert, habe leider keine vergleichsmöglichkeit.

vielen dank für eure geistigen ergüsse und ratschläge

gruss
Hi!

Ich habe mal in einem Artikel über die Mentzer-Brüder gelesen, dass sie so intensiv einen Satz ausgeführt haben, dass bei dem gerade trainierenden vor Schmerzen Tränen aus den Augen kamen...

An deiner Stelle würde ich das nicht so intensiv machen, man kann es ja aber mal ausprobieren und dann wirst du wohl vor der Wahl stehen, ob der Schmerz dir das Muskelwachstum wert ist (denke schon, dass bei der Intensität auch bei dir noch was geht...)! Probieren geht über studieren, also frag mal deinen Trainingspartner, ob er das einmal mit dir ausprobieren würde...

MfG und viel Erfolg!
Es wird viel geschrieben und Papier ist geduldig!

Es wurde auch schon viel Müll geschrieben, wirklich intensiv ist eine Sache aber das mit Tränen in den Augen, ich weiß ja nicht......


Gruss

Wuddi
Also ich finde das gar nicht so abwegig - wie sonst erklärst du dir solche Muskeln mit dem Doping der damaligen Zeit und so seltenem Training?
is schon klar,
beim muskelversagen ist nunmal schluss.
wenn ich die hantel nicht mehr weiter als bis, sagen wir mal zur hälfte stemmen kann und nun (wie auch von den brüdern praktiziert ) 15 sekunden weiterhin versuche sie nach oben zu bekommen, wie intensiv kann ich denn noch einen satz ausführen????
und muss ich unbedingt dabei weinen?????
nein, ich finde das unheimlich interessant. wie schon von wuddi geschrieben, auf dem papier steht immer viel. oder sind die mentzers damals von den 0815 fitnessclowns ausgegangen?! das sie dagegen brutal trainiert haben ist mir schon klar.

ich weis net.
@jojo6,

nachfolgend ein Text von der bbszene-Startseite. Gepostet von Ben am 08.01.02.

Schwarzenegger über Casey Viator

Die Morgendämmerung im Bodybuilding - 1971, das Bodybuilding wird immer populärer, neue, fantastische Athleten tummeln sich auf den Bühnen. In dieser Zeit gelangte die Idee des HIT (High Intensity Training) langsam in die Köpfe vieler Trainierenden, vor allem der Sieg des jungen Casey Viator beim Mr. America 1971 sorgte für Aufregung, hatte Casey doch schon einige Wochen zuvor den Jr. Mr. America Contest gewonnen und jetzt den Most Muscular, Best Arms, Best Back, Best Chest und Best Legs auf einmal abgeräumt. Casey wurde von Arthur Jones trainiert, einem der Vorreiter des Gedankens "Weniger ist mehr" und Erfinder der Nautilus Maschinen. Er absolvierte nur 6 extrem kurze aber ultrabrutale Trainingseinheiten in den 4 Wochen vor dem Wettbewerb. Sicherlich ist er ein besonderes Extrem, wenn es um die Reaktion auf HIT geht, jedoch zeigte er den anderen Athleten, wie Schwarzenegger oder Columbu (den er beim Oberarmvergleich um Welten schlug), dass es auch anders geht.
Kurze Zeit später besuchte Arnold Schwarzenegger und Franco Columbu Jones und Viator, um sich Viators Training anzusehen. Arnold schrieb daraufhin folgenden Artikel, erschienen 1972 in einem amerikanischen Muskelmagazin:

"Viator ist ein Monster. Ich war in meinem ganzen Leben noch nie Zeuge eines so grausamen, fast selbstmörderischen Trainings. Er tötet und vernichtet einfach die Gewichte. Er zerfleischt die Maschinen. Er foltert sich selbst bis hin zur Hysterie. Er absolviert erzwungene Wiederholungen, so dass man vom bloßen Zuschauen kotzen möchte. Er quält und peinigt sich absolut bis sein Gesicht blau angelaufen ist. Er pumpt so viel Blut in den trainierten Muskel, dass dieser aussieht wie ein verdammter Minizeppelin. Jeder Satz wird ohne Gnade und Erbarmen auf gleiche Weise bis zum Versagen ausgeführt. Die Muskeln expandieren, man möchte meinen um 200 Prozent ... um 300 Prozent ... nein MEHR! Und nicht nur das, ist ein Satz beendet geht er direkt zum nächsten über, ohne Pause.
Er geht von Übung zu Übung, von Gerät zu Gerät, schneller als man mitschreiben kann. Er explodiert bei jeder Übung bis keine Muskelfaser mehr zu einer Bewegung fähig ist. Er pumpt jedes Körperteil auf, bis es vollständig paralysiert ist. Er hat einen Grad an Bessesenheit und Hingabe, die kein anderer Bodybuilder jemals erreicht hat. Wenn ich das jeden Tag machen müßte, würde ich nach Österreich zurückgehen und dort Skilehrer werden."

Wie Wuddi schon meinte, geschrieben wird viel. Und den letzten Satz finde ich trotz allem sehr bemerkenswert.....
Das mit dem geschrieben wird viel bezieht sich auf die Tränen. Wer den Artikel über die Mentzerbrüder, der Tod kam zweimal gelesen hat, weiß was ich meine. Da wird gerne noch hier und da was dazu gedichtet. Das das Training der Mentzer und von Casey Viator sehr intensiv und für die damalige Zeit nicht üblich war, das steht ausser frage.
Arnold hat schon intensiv trainiert, gegenüber seinen Kollegen, die gerne mal mehrere Minuten Pause machten um ein Schwätzchen zu halten, aber gegen die damalige HIT Fraktion war das nichts.
Allerdings wer meint, er trainiert auch als Natural nach Heavy Duty und legt nicht alles in sein Training, der fällt damit mächtig auf die Schnautze.
Auch ein Grund wieso viele mit dem HIT-Training scheitern. Aber nicht nur Naturals scheitern hieran.
Es ist kein Alibitraining wo man ein wenig rumkaspert und dann nach 25 Minuten sagt ich bin fertig.
Wer selber schon Erfahrungen mit Heavy Duty gesammelt hat, weiß wie intensiv es ist, wenn ich am Beintag beim Beinstrecken alles gebe dann weiter zur Beinpresse, ohne viel Zeit zu verlieren und da auch wieder alles raushole. Es ist schon viel Überwindung dabei um nicht ein wenig Zeit rauszuschummeln.
Nach der Beinpresse, wenn man alles gegeben hat, weiß was Intensität bedeutet.
Die meisten stehen es aber nicht durch, weil sie nicht bereit sind sich zu quälen!

Gruss

Wuddi
ist es besser nur einen satz/Übung bis zum MV zu machen und dann schnell zur nächsten Übung überzugehen,
oder doch eine kurze pause machen und dann nochmals 1-2 sätze bis zum MV machen?
ist das zweite auch noch HIT.......die TUT würde ich ja gleich lassen wie bei der ersten methode (nur hald mehr sätze)
was setzt mehr wachstumsreiz??

danke für Antworten!!
Hallo Eraser,

in meinem oben beschrieben Übungen, dem Beinsrecken und Beinpresse, bezog es sich auf das Heavy Duty Training.
HIT allgemein bedeutet nicht ohne Pause zur nächsten Übung zu gehen oder nur einen Satz auszuführen.
HIT (High Intensity Training) ist nicht irgendein Programm, sondern vielmehr sind es Richlinien wie ein solches Training aussehen sollte.

-hart - so intensiv wie möglich bei korrekter Ausführung
-kurz - 1-3 Sätze einiger Basisübungen bei unter einer Stunde Trainingszeit
-selten - keinesfalls mehr als 3x pro Woche, meist zwei oder nur einmal.
-sicher - produktives aber sicheres Training um Verletzungen zu vermeiden

Es gibt ein vielzahl von HIT-Programmen. Heavy Duty ist nur eines von ihnen.
Grundsätzlich sollte man beim HIT Training die Pausen aber möglichst kurz halten und nicht 5 Minuten oder länger pausieren.
Allerdings sollte es auch kein Wettlauf gegen die Uhr werden. Wenn man sich 1 Minute zum Ziel setzt, dann ist es wohl ganz passend. Wer weniger möchte, der sollte es für sich selbst entscheiden.

Gruss

Wuddi
Also 1-4 Minuten sind durchaus dring. Allerdings sollte man 4 Minuten nur machen wenn man danach eine andere Muskelgruppe Traininert.
Das mit den Tränen ist ne lustige Sache. Ich sags mal so wenn du einen Satz wirklich bis zum MV machst hast du gar keine Kraft mehr zum Flennen.
Hi!

@WudiWuppen:

Aus dem Mentzer-Artikel habe ich das glaube ich auch mit den Tränen - das war doch son dünnes Heft aus dem Spiegel oder so?

MfG

P.S.: Ich mache immer 2 Min. Pause bei Hit! Ein Bekannter meines Vaters hat mal erforscht, dass 2-3 Minuten Pause am besten für den Körper sind, weil der Körper so lange braucht um den Nährstoffhaushalt (und was man da noch braucht, kA) wieder auf ein gutes Niveau zu bekommen... Dann sind über eine längere Zeitspanne gemessen 15% mehr Masse drin...

Wie das jetzt bei Heavy Duty ist, kann ich nicht sagen, die haben wohl eher das Wachstum beim Volumen-Training getestet, ganz davon abgesehen kenne ich das Heavy-Duty Prinzip auch nicht, sind die Mentzer Bücher da mal lesenswert - kurze Pausen hören sich nämlich gut an...
Mentzers Bücher sind super empfehlenswert. Da drin stehen Sachen auf die der normale Hobby BBler nie kommen würde. Aber das wichtigste das HD-Prinzip funktioniert.
Zwischen den Muskelgruppen eine längere Pause einzulegen, da ist nichts gegen einzuwänden, allerdings je kürzer die Pausen, desto größer die Intensität.

Zuden Pausen schrieb Mike Mentzer:

[i]Halten sie die Pausen zwischen den nicht als Supersätzen ausgeführten Übungen und Sätze möglichst gering. Die Pausen sollten nur so lang sein, daß sie ohne Behinderung durch Kreislaufprobleme mit dem nächsten Satz weitermachen können.

Versuchen Sie, die Trainingszeit nach und nach zu reduzieren. Die Durchführung des gleichen Trainingsprogramms in kürzerer Zeit steigert die Intensität und somit den Erfolg. Machen sie jedoch aus ihrem Training keinen Wettlauf gegen die Zeit.[/i]


Wenn man mit freien Gewichten arbeitet, bzw. die Gewichte an den Maschinen auflegt und zur nächsten Übung geht, ergibt sich mitunter die Pausenzeit von selbst.

Gruss

Wuddi
da hier so viele mentzer zitieren, bitte ich zu bedenken:
er schreibt, das er als personal-trainer viele leute innerhalb kurzer
zeit zu guten bis sehr guten erfolgen mit HD gebracht hat.
jetzt glaube ich allerdings nicht, dass er nur profis trainiert, welche alle arnolds training in den schatten stellen und ochsen wie die blöden.
ich glaube auch vielmehr die intensität hängt viel von den pausen ab die gemacht werden. ich hab in den 16 jahren die ich trainiere schon viele verrückte beim training gesehen, allerdings nicht annähernd so etwas wie hier in arnolds artikel stehen soll?!
einige zeit hat bei uns ein bekannter olympian trainiert, das training war für meine begriffe auch in der vorbeitung auf mr. o ein strandurlaub.


das mentzer in seinem buch natürlich casey viator als highlight angibt ist ja klar von 75 kg auf 96 kg in 4 wochen. allerdings schreibt er auch, dass er die masse schon einmal hatte und steroide genommen hat. das kenne ich aus eigener erfahrung nach einer op.

also versuch ich jetzt einfach mal die pausenzeiten zu verkürzen, welche sich bei volumen ja wirklich schon auf teilweise 4-5 minuten geschummelt haben.
dann schönes kotzen oder weinen oder skiflehrer werden.

gruss und danke für die antworten
Danke und vergiss nicht Trainieren bis du nicht mehr gehen kannst.
Schlüsselwörter: Training, Hit, Zeit, Satz, Pausen, Pause, Heavy, Duty, Minuten, Casey, Wuddi, Mentzer, Tränen, Viator, Best, Artikel, Intensität, Gruss, Allerdings, Schwarzenegger
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