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Bodybuilding

Öl Ungesättigt/Gesättigt



Servus,


Habe in letzter Zeit von Ernährungsberatern vermehrt zu hören bekommen das man vorallem EINFACH ungesättigte Fettsäuren konsumieren sollte !
Früher hieß es doch immer viel MEHRFACH ungesättigte Fettsäuren :soso:

Welche Öle haben denn eigentlich viel EINFACH ungesättigte Fettsäuren ?


Und wo ist über haupt der Unterschied zwischen gesättigten, einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren ?
Warum sollte man grade ungehärtete Fette ( = ungesättigte ? ) verzehren ?


Würde mich über eine ausführliche Antwort freuen



Gruß Keili
[url]http://www.landwirtschaft-mlr.baden-wuerttemberg.de/la/lap/pflqual/nahrung/sh101.pdf[/url]

[url]www.ernaehrungsberatung.tv[/url]
Von gesättigten Fettsäuren wird gesprochen, wenn alle Kohlenstoffatome (C), bis auf das endständige, das die Säuregruppe (Carboxyl-Gruppe) enthält, mit der höchstmöglichen Anzahl von Wasserstoffatomen (H) abgesättigt sind. Beispiele für gesättigte Fettsäuren sind die Ameisen-, Essig-, Palmitin- und Stearinsäure. Diese Fettsäuren besitzen bei Raumtemperatur eine feste Konsistenz, sind durch eine schwerere Verdaulichkeit gegenüber ungesättigten Fettsäuren gekennzeichnet und führen bei erhöhtem Verzehr zu einer Erhöhung des Cholesterinspiegels (insbesondere des gefäßaggressiven ‚schlechten‘ LDL-Cholesterins).

Diese Fette werden in der heutigen Ernährung bevorzugt aufgenommen, was aus gesundheitlicher Sicht als negativ zu bewerten ist. Es kommt zu einer Erhöhung des Cholesterinspiegels im Blut mit erhöhter Gefahr der vorzeitigen Arterienverkalkung sowie zu einer Verschlechterung der Insulinempfindlichkeit der Zellen, was zu höheren Insulinspiegeln im Blut und dadurch zu vermehrter Fettspeicherung führt. Außerdem werden diese Fettsäuren nach der Aufnahme über die Nahrung im Körper zunächst sofort im Fettgewebe gespeichert, vergrößern also unmittelbar die Unterhautfettreserven. Ferner wird ein hoher Konsum von gesättigten Fettsäuren mit verschiedenen Krebsarten in Verbindung gebracht, insbesondere mit Darm- und Brustkrebs.Reichlich gesättigte Fettsäuren sind im wesentlichen in Fleischwaren, Molkereiprodukten, Gebäck und Süßwaren enthalten. Dabei sind es häufig die proteinreichen Lebensmittel wie Fleisch und Milchprodukte, die von Sportlern bevorzugt werden, die gleichzeitig auch größere Mengen an unsichtbaren gesättigten Fetten enthalten (sogenannte versteckte Fette).Die mittelkettigen Fettsäuren (mittelkettige Triglyceride, MCTs) gehören ebenfalls zu den gesättigten Fettsäuren. In der natürlichen Nahrung sind sie in nennenswerter Menge in Butter und Kokosfett zu finden. Sie können im Gegensatz zu den übrigen Fettsäuren auch ohne Gallensäuren rasch und vollständig resorbiert werden, was ihre Bedeutung in der Ernährungstherapie bei Leberkranken erklärt. In der Ernährung des Sportlers stellen sie eine rasch verfügbare Energiequelle dar. Sie bieten gegenüber Kohlenhydraten jedoch keine Vorteile, auch die MCTs benötigen zu ihrem Abbau zur Energiegewinnung mehr Sauerstoff als Kohlenhydrate und sind daher für hochintensive Belastungen nicht geeignet. Ebenso können sie, entgegen den Werbeaussagen mancher Hersteller, bei erhöhter Zufuhr im Fettgewebe gespeichert werden. Zu beachten ist ferner die oft schlechte Verträglichkeit der MCTs. So sollten diese ‚einschleichend‘ dosiert werden, um evtl. Magen-Darm-Problemen vorzubeugen.

mfg.
Fetthärtung:

Transfettsäuren
Die sogenannten Transfettsäuren entstehen beim chemischen Prozess der Fetthärtung. Eine Fetthärtung wird häufig durchgeführt, um ein flüssiges Öl in ein streichfähiges oder festes Fett umzuwandeln. Demzufolge finden sich Transfettsäuren in Produkten, die gehärtete Fette enthalten. Wenn Sie auf die Zutatenliste von Lebensmittelverpackungen schauen, finden Sie die entsprechende Kennzeichnung, mit diesem oder ähnlichem Wortlaut: enthält pflanzliches Öl, z.T. gehärtet. In geringen Mengen werden Transfettsäuren auch im Magen von Wiederkäuern gebildet und sind folglich auch im Milchfett und Fleisch enthalten.


Transfettsäuren zählen zu den unerwünschten Bestandteilen unserer Nahrung, vor allem, da sie wie die gesättigten Fette den Gehalt des Cholesterins, speziell des LDL-Cholesterins im Blut ansteigen lassen. Zudem führen sie dazu, dass der Anteil an schützendem HDL-Cholesterin im Blut gesenkt wird.

Gehärtete Fette verstecken sich in vielen Produkten, unter anderem in Kartoffelchips, Nougat-Cremes, in Backwaren (z. B. Kekse), Brat- und Frittierfetten und damit auch in Pommes frites. In der traditionellen Mittelmeerkost spielen diese Produkte kaum ein Rolle, entsprechend werden in den mediterranen Ländern nur sehr wenig Transfettsäuren aufgenommen.

mfg

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aus mehrfach ung. fettsäuren können bei großer hitze und/oder langer erhitzung transfettsäuren entstehen!
kalt sind diese fette aber empfehlenswert!
hoher anteil jeweils:
gesättigt: kokosfett, butter
einfach ung.: olivenöl, erdnußöl
mehrfach ung.:walnussöl, leinöl(kalt besonders wichtig da hoher anteil an linolensäure[omega3]), distelöl, sojaöl, sonnenblumenöl
mfg.
mehrfach ungesättigte sind die besten!
einfach ungesättigte sind zweite wahl.......
@ JR - das kann man so nicht sagen. Jedes Fett hat seine Vor- und Nachteile.
EUFS senken das LDL und erhöhen m.W. das HDL und den Testospiegel
MUFS senken m.W. LDL und HDL, einige davon sind essentiell u.s.w.
Wichtig ist auch das Verhältnis von Omega6:Omega3 Fettsäuren...
@ JR,
ich muß Rantanplan Recht geben. Das Omeag3:Omega6-Verhältnis bei Distelöl beträgt z.B. 0:77 also nicht unbedingt ein Öl was ich nehmen würde.
@Rantanplan: das ist mir schon klar!

Aber ich halte es für besser wenn das Cholesterin gesenkt wird.
Ich weiß, dass das HDL als gut angesehen wird, aber trotzdem halte ich eine Cholesterinsenkung für besser als eine partielle Senkung.

Deshalb mehr mehrfach...........

Klar, einfach gesättigte sind auch nicht schlecht!

Ich denke, dass die meisten aber nichts von beidem zu sich nehmen

JR
Servus,

Warum sinkt denn durch den Konsum von gesättigten Fettsäuren die Insulinempfindlichkeit ? - das ist mir nicht ganz klar.

Wie sollte denn das Verhältniss von Omege 3 zu Omega 6 sein und in welchen Ölen finde ich was ? - muss ich dann beide Öle bei einer mahlzeit zu mir nehmen, oder würde es reichen wenn ich ein Omega 3 haltiges Öl zur einen und dann 3 Stunden später ein Omega 6 haltiges Öl zu einer anderen Mahlzeit nehmen würde ?


@Ratanplan

Also vornehmlich EUF's ? - was heisst denn m.W. ?
Könntest du noch ein paar mehr quellen für EUF's auflisten !


Gruß + danke für eure mühen

Keil
Ein Überangebot der mehrfach ungesättigten Omega-6-Fettsäuren, die in tierischen Fetten, auch in Butter, besonders konzentriert aber in Pflanzenölen aus Sonnenblumen, Soja und Mais vorkommen, ist sehr schädlich. Der Körper braucht zwar eine bestimmte Menge davon für Wachstum und gesunde Haut, ein Überangebot fördert jedoch die Entstehung von Krebs und verursacht im Gehirn Entzündungen, die Neuronen abtöten, Zellmembranen schädigen und der Alzheimerkrankheit den Weg bereiten.
Im Gegensatz dazu sind Omega-3-Fettsäuren, die reichlich in Fischen wie Heilbutt, Sardinen, Hering, Thunfisch, Sardellen und Lachs, aber auch in essbaren Algen, fein aufgeschrotetem Leinsamen und grünem Blattgemüse wie Spinat, Mangold oder Grünkohl vorkommen, der wichtigste Schutz und Schrittmacher fürs Gehirn. Sie fördern die Bildung von Botenstoffen, wirken Entzündungen und Depressionen entgegen und halten die Gehirnzellen gesund und funktionsfähig.

Speiseöl-Rangliste
Ölsorte Anteil 1. Omega 3 in %, 2. Omega 6 in %, 3. Verhältnis Omega 3 zu Omega 6
Leinsamenöl 57 16 1 : 0,28
Rapsöl 10 22 1 : 2,2
Olivenöl 1 8 1 : 8
Sojaöl 7 54 1 : 7,7
Walnussöl 5 51 1 : 10,2
Erdnussöl 0 33 0 : 33
Sesamöl 0 41 0 : 41
Maisöl 1 61 1 : 61
Sonnenblumenöl 0 69 0 : 69
Distelöl 0 77 0 : 77
Wie die Tabelle zeigt, dominieren meist die Omega-6-Fettsäuren, die im Übermaß schädlich sind. Deshalb empfiehlt sich wenigstens das Verhältnis der beiden Fettsäuren durch bevorzugtes Essen von Fisch und Auswahl der richtigen Pflanzenfette von durchschnittlich 1 : 10 auf wenigstens 1 : 5 zu verringern. Besonders günstig sind Leinsamen- und Rapsöl. Olivenöl hat zwar nur ein Verhältnis von 1 : 8, übt aber durch weitere Inhaltsstoffe eine zusätzliche Schutzfunktion auf die Gehirnzellen aus
@comeback:

NIE IM LEBEN! kannst du mir sagen woher du das hast?
Gibts dazu Studien?

Für mich hört sich das total hirnrissig an. Du kannst mir doch nicht erzählen, dass zuviel sonnenblumen gefährlich sind!

ich glaube, dass das alles nicht stimmt. Ich glaube, man schießt sich auf die omega 6 fettsäuren ein, weil man krankheitsursachen sucht, für die man keine Gründe hat. dann nimmt man das als vorwand.

Aber ich kann auch irren, aber das macht doch alles keinen sinn.

Im gegenteil! ich weiß, dass mehrfachungesättigte Fettsäure GEGEN Krebs sind. Sogar extrem wichtig.
Und alzheimer? ich bitte dich, da wissen die Ärzte doch garnichts von.
ich dachte, dass wären zuviel ablagerungen im hirn. Das aber aufs fett zu schieben halte ich für total abwegig.

Das mit dem omega 3 zu omega 6 verhältnis habe ich schon mehrfach gehört, aber ich glaube man übertreibt es und sucht ursachen wo es keine gibt.

Allein die Tatsache dass MUFS das cholesterin senken, sagt mir, dass sie gut sind.

Vielleicht kann jemand mal das ganze mysterium auflösen........
JR
@ JR,
schicke dir ne PM.
Wenn ich das jetzt alles richtig mitbekommen habe, ist Distelöl aufgrund
seines Omega 3 - Omega 6 Verhältnisses nicht so zu empfehlen, oder?

Ich benutze gerade jenes häufig.

Sollte ich mir Leinöl besorgen, oder welches ist nun die beste Wahl?

Gruss
Mitchell
Ich würde auf Lein- oder Rapsöl ausweichen.
@keil
omege6 ist zu ca. 500g und omega 3 zu ca. 25 g im körper speicherbar.
hat nix mit der BW von proteinen zu tun, brauchst du also nich zusmmen konsumieren.
je mehr omege 3 desto besser! also leinöl in den quark oder pur bis zu brechreitz (probiere es dann verstehst du mich)
mfg
@Luftpumper

Du wirst es nicht glauben, aber ich nehm Leinöl seit einigen Monaten und weiss schon wie es schmeckt :bier:
Da ist mir das Erdnussöl schon lieber, hehe.

Ja da ich kein Fischfreund bin muss ich halt auf Leinöl ausweichen.


Aber warum findet man so selten Olivenöl zum trinken in BB-Ernährungsplänen, ist doch auch ein gutes Öl, wenn es kalt gepresst ist !

Und nochmal die Frage: Warum erhöhen gesättigte Fette die Insulinresistenz ???


Gruß

Keil
1. Warum erhöhen gesättigte Fette die Insulinresistenz?
Davon hab ich noch nicht gehört (halte ich auch für etwas fraglich), ich weiß nur, dass O6 und O3 die Insulinsensibilität fördern!
2. O6 im Übermaß - direkt gesundheitsschädlich? naja... naja... :ratlos:
Fakt ist, dass wir im allgemeinen über ein Überangebot an O6 und ein Unterangebot an O3 verfügen.
Das O6:O3 Verhältnis, dass comeback1 angibt, dürfte O.K. sein!
3. jepp, Distelöl hat ziemlich viel O6 und praktisch kein O3 - also Geld für was besseres ausgeben!
@ Keil:
Oh Got, Quellenangaben willst Du - ich kann man nachsehen - kann aber etwas dauern (vieles stand in der SR, einiges im "Handbuch Nahrungsergänzungen")
Ich würde nicht sagen vornehmlich EUF´s - hab ja schon gesagt, jede Fettsäure hat irgendwie seine Vor- und Nachteile.

Ich genieße jeden Morgen z.B. einen Proteinshake mit ca. 15g Olivenöl, 10g Leinöl, 5g "becell-Diätöl" (Ölmix).
Aber gesättigte Fettsäuren in Form von Butter, Eieren, Speck... stehen bei mir genauso auf dem Tisch!
Servus,

habe mich nochmal in Sachen Öl schlaugemacht und bin dabei aus Haselnußöl gestoßen !
Hat eine erstaunlich gute Bilanz war verwundert das es in nahezu keinem Ernährungplan zu finden ist - wisst ihr woran das liegt ?

( Haselnußöl: EUF 77% MUF 16% G 7% )


Gruß

Keil :bier:
@keil
Warum erhöhen gesättigte Fette die Insulinresistenz ?

Regeln die Insulinrezeptoren runter, wenn sie in die Zellmembran eingebaut wurden.
mfg.
@ Luftpumper:

"@keil
Warum erhöhen gesättigte Fette die Insulinresistenz ?

Regeln die Insulinrezeptoren runter, wenn sie in die Zellmembran eingebaut wurden.
mfg."

Kannst Du das näher erklären?
Ich weiß nur, dass ein hoher Körperfettanteil Insulinresistenz begünstigt, geht Deine Aussage in diese Richtung?
Ansosnten konnte ich nur finden, dass Transfettsäuren die Insulinsensibilität einschränken.

@ Keil:

Ich habe noch ein bischen gestöbert:

Ich habe in ingesamt sieben alten Sportrevue`s Aussagen über die Fettzufuhr gefunden. Praktisch überall wird darauf hingewiesen, dass O6 und O3 - Fettsäuren viele positive Effekte haben:
Z.B. [1] : positive Effekte einer ausgewogenen Zufuhr von O3 und O6:
1. Verbesserung der Blutfettwerte
2. Verbesserung der Insulinsensibilität
3. schnellerer Stoffwechsel/ erleichterter Abbau von Körperfett
4. schnellere Regeneration
5. Hemmung von Enzündungsvorgängen
6. bessere Muskeldurchblutung
7. Normalisierung eines evtl. erhöhten Blutdrucks
8. geringere extrazelluläre Wasserspeicherung
9. verminderte Blutplättchenverklumpung

Weiterhin wird den essentiellen Fettsäuren (v.a. Linolensäure [O3]) ein antikataboler/anaboler und immunstimulierender Effekt zugeschrieben. z.B: hier: [2]

Zitat:
" In unserer heutigen Ernährung sind die omega6 - Fette deutlich überpräsentiert, die Zufuhr der wichtigen omega 3 - Fette, insbesondere der Fischöle, ist jedoch mangelhaft. Das Verhältnis von omega6 - zu omega3 - Fettsäuren liegt derzeit bei 20-25:1, es sollte aber (...) 2:1 bis 4:1 angestrebt werden."

All diese Aussagen macht im allgemeinen auch das "Handbuch Nahrungsergänzungen"
EUF`s und UF`s wird übrigens ein tesosteronerhöhender Effekt bescheinigt.

Nahrungsquellen:

O6:
Linolsäure: Distelöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl, Margarine
Arachidonsäure: Fleisch, Wurst, Eier

O3:
Linolensäure: Leinsamen, Rapsöl, Soja, Walnüsse
EPA: Makrele, Lachs, Hering, sardine, Thunfisch
DHA: s.o.

...und noch ein kleiner Ausflug in den Pschyrembel:

"Arachidon|säure: Eikosatetraensäure (w-6); C19H31COOH; vierfach ungesättigte, für den Menschen wichtigste essentielle Fettsäure (v. a. für die Biosynthese der Eikosanoide*); als Bestandteil von Phospholipiden in nahezu allen Zellmembranen enthalten;
Vork.: in tierischen Fetten; endogene Synthese aus Linolsäure* u. Linolensäure* möglich"

"Omega|fett|säuren: mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die v. a. in Fischöl enthalten sind (w-3-Fettsäuren); senken bei entspr. Zufuhr die Konz. der Triglyzeride im Serum (s. Lipidsenker); vgl. Fettsäuren, essentielle."

[1]: Gärtner, H.: Fettzufuhr im Bodybuilding in: SR 6/01, S. 36-38.
[2]: Curtis, D.: Fit durch Fett in: SR 9/01, S. 104.
Achtung Korrektur:

testosteronerhöhende Eigenschaften werden den EUF`s und den GF`s (!) zugeschrieben!
@luftpumper

Seit wann sind Ameisen- und Essigsäure Fettsäuren? :balabala:



Fett
Fett ist ein Grundnährstoff neben Kohlenhydraten und Eiweißen. Fett ist ein energiereicher Nährstoff, bindet und transportiert fettlösliche Vitamine. Fette sind Verbindungen zwischen Glyzerin und Fettsäuren. Unterschieden wird zwischen gesättigten- und ungesättigten Fettsäuren und zwischen tierischen und pflanzlichen Fetten.

Nahrungsfette setzen sich aus Glycerin und Fettsäuren zusammen. Bei den Fettsäuren sind dabei überwiegend Stearinsäure, Palmitinsäure und Oleinsäure beteiligt. Unterteilt werden Fettsäuren in gesättigte (hierbei sind so viele Wasserstoffatome enthalten, wie es nach den Gesetzen der chemischen Bindung möglich ist) und ungesättigte Fettsäuren. Ungesättigt bedeutet, dass die Fettsäuren zwischen 2 und 8 Wasserstoffatome weniger haben als die gesättigten. Dabei sind Fettsäuren mit 2 Wasserstoffatomen weniger "einfach ungesättigt" und solche mit 4 bis 8 Atomen weniger "mehrfach ungesättigt". Mehrfach ungesättigte Fettsäuren werden auch Polyensäuren genannt. Die gesättigten Fettsäuren unterscheidet man je nach Molekülgröße in kurz-, mittel- und langkettige Fettsäuren.

Die gesättigten Fettsäuren und einige ungesättigte Fettsäuren kann der Körper selbst aufbauen oder aus Kohlehydraten umbauen. Polyensäuren kann der Körper nicht aufbauen, sie müssen über die Nahrung zugeführt werden. Man spricht dabei von essentiellen, also von lebensnotwendigen Fettsäuren. Es gibt sieben essentielle Fettsäuregruppen. Die Hauptgruppe stellen die Linolsäuren vor. Sie kommen in Pflanzenölen (Sojaöl) und tierischen Ölen (Fischöl) vor.

Bei Empfehlungen zum Fettverzehr sind sich erst in den letzten Jahren die Ernährungswissenschaftler einig geworden. Dabei geht es sowohl um die Fettmenge (laut DGE 60-90g pro Tag), als auch um die gesundheitliche Bewertung des Fetts. Empfohlen wird, mehr zu pflanzlichen als zu tierischen Fetten zu greifen. Tierische Fette enthalten Cholesterin und gelten als Risikostoff für Herz- und Gefäßerkrankungen. Pflanzliche Fette enthalten kein Cholesterin, dafür aber essentielle ungesättigte Fettsäuren.


Mfg reno
Zitat reno:

"Bei Empfehlungen zum Fettverzehr sind sich erst in den letzten Jahren die Ernährungswissenschaftler einig geworden. Dabei geht es sowohl um die Fettmenge (laut DGE 60-90g pro Tag), als auch um die gesundheitliche Bewertung des Fetts."

Genau diese Empfehlungen halte ich für äußerst fraglich!

" Tierische Fette enthalten Cholesterin und gelten als Risikostoff für Herz- und Gefäßerkrankungen."

So pauschal gesagt, ist dass zweifellos falsch.
Der Einfluss der Nahrungscholesterinmenge ist eher gering.
Senkt man den KH-Anteil der Nahrung und erhöht gleichzeitig die Zufuhr von Fetten (auch gesättigte Fette) sinken die Blutlipidwerte oft sogar!
...muss noch mal meinen Senf loswerden:

Ein paar Aussagen aus dem „Handbuch Nahrungsergänzungen“ [1]:
Die Ölsäure (vorhanden in Olivenöl [einfach ungesättigte FS]) senkt das Gesamtcholesterin und erhöht gleichzeitig die HDL-Fraktion.
Die optimale Versorgung mit Omega3, Omega6 und einfach ungesättigten Fettsäuren trägt zu einer erhöhten Ausschüttung von Wachstumshormon bei. Eine zu geringe Fettsäurezufuhr (unter 20%) senkt den Testosteronspiegel. Für Kraftsportler dürfte der Grundbedarf an Linolensäure bei 5-10g/Tag liegen und der von Linolsäure bei 10-20g/Tag.

[1] Arndt, K. (Hg.): Handbuch Nahrungsergänzungen, Arnsberg 2001, S. 61ff.
Hallo allerseits,

Ich kann Euch ein Buch empfehlen, das sehr gute Informationen, basierend auf neuesten wissenschaftlichen (medizinischen) Studien (ca. 300-400), zum Thema "Fettsäuren und gesunde Ernährung" enthält.

Es räumt vor allem mit einigen populären Ernährungsmythen auf und wird bestimmt das festgefahrene Weltbild von so manchem erschüttern...
Vieles klingt so neu und unglaublich, dass man als "ernährungsgedrillter, gesundheitsbewußter" Mensch zweifeln möchte - aber die Aussagen sind allesamt durch aktuelle medizinische Studien fundiert! (Das Buch ist wirklich eine TOP-Empfehlung von mir - ich promoviere grad im Bereich Ernährungsmedizin - Präventivmedizin - Epidemiologie und glaube es beurteilen zu können...)

Wer also an das glaubt, was die "Deutsche Gesellschaft für Ernährung" (DGE) immer noch postuliert, wird erstaunt sein...

Und hier ist das gute Stück:

Worm, Nicolai: Syndrom X oder ein Mammut auf den Teller
[url]http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3927372234/qid=1022603312/sr=2-5/ref=sr_2_3_5/302-0057802-9093608[/url]

Witzig und unterhaltsam geschrieben; neueste wissenschaftliche Erkenntnisse unterhaltsam präsentiert: Viel Spaß beim Lesen...

Gruß,
Stefan
na was schreiben die denn in dem Buch zum Thema Fettbedarf ?
@ StefanBlue,
wenn du Kenne von der Materie hast, sag uns doch was zu den bisherigen Beiträgen im threat. Manche Leute wollten gewisse Sachen nicht glauben.
so neu ist das buch nicht. hab es schon seit min 1,5 jahren.
ist ein klarer kauf
mfg.
was empfehlen sie denn jetzt drin ?
Kundenrezensionen
Durchschnittliche Kundenbewertung:


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:

Gesunde Ernährung die schmeckt!, 1. April 2001
Rezensentin/Rezensent: aus Wien, Österreich
Bei Nicolai Worm macht gesunde Ernährung wieder Spaß. Er legt dar, dass es zwar essentielle Fettsäuren und Aminosäuren gibt (also Fette und Eiweißbestandteile, die wir mit der Nahrung aufnehmen müssen, weil wir sie nicht selbst in unserem Körper herstellen können), aber es gibt keine essentiellen Kohlenhydrate. Er nimmt uns unser Mehl, unsern Reis, unsern Zucker und unsere Kartoffeln und serviert uns stattdessen Obst, Gemüse und Salate, reichlich Rapsöl, fetten Fisch, mageres Fleisch und Geflügel, außerdem noch Nüsse, Pilze und Käse. Darüber hinaus empfiehlt er mehr Bewegung. Das wichtigste dabei ist aber, dass er seine Behauptungen auch mit Studien argumentieren kann.

Achtung: dieses Buch kann Ihre Einstellung zu den "gesunden" Kohlehydraten auf den Kopf stellen.


mfg.
[quote="Keil"]Servus,


Habe in letzter Zeit von Ernährungsberatern vermehrt zu hören bekommen das man vorallem EINFACH ungesättigte Fettsäuren konsumieren sollte !
Früher hieß es doch immer viel MEHRFACH ungesättigte Fettsäuren :soso:

Welche Öle haben denn eigentlich viel EINFACH ungesättigte Fettsäuren ?

Vor allem Olivenöl...aber auch sonstige planzliche Öle.

(An sich haben alle Öle ungesättigte FS iGg zu den Fetten....deshalb ist auch das eine flüssig und das andere fest)

Und wo ist über haupt der Unterschied zwischen gesättigten, einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren ?
Warum sollte man grade ungehärtete Fette ( = ungesättigte ? ) verzehren ?

Es gibt 3 essentielle FS:

Linolsäure (einfach ungesättigt)
Linolensäure (zweifach)
Arachidonsäure (3fach)

Kann man sich ganz einfach anhand der Vokal merken,je mehr Vokale desto mehr Doppelbindungen zw. den C-Atomen)

Aber was ist eine Fettsäure:

FS sind langkettige Carbonsäuren mit Kettenlängen von 16-18 C-Atomen (im Körper,aber auch andere Längen sind möglich).
D.H. es gibt eine COOH-Gruppe,mit mehreren CH2-Gruppen nebendran.
Das erste C an der COOH-Gruppe wird Alpha-C-Atom gennat,dann weiter mit Beta,Gamma.....nur das letzte heiß immer Omega.

So geht also jedes dieser C-Atome eine Bindunge mit den 2 Atomen neben sich ein.

Aber es kann auch sein,daß es mit einem der beiden C-Atome ne Doppelbinndung eingeht ( statt C-C-C also C=C-C) ,dies ist dann eine ungesättigte Bindug da ein H-Atom flöten gehen muß,da das C-Atom "nur 4 Arme hat"(2 für die Doppelbindung,1 für die andere kovalente Bindung und 1 fürs H-Atom)

Normalerweise kann der Körper solche DoBis synthetisieren,aber wenn sie zu weit enfernt sind von der COOH-Gruppe (z.B. vom Omega-C-Atom 3 Bindungen entfernt)
,dann muß das per Nahrung zugeführt werden.

Hierbei sind vor allem Linolsäure und Linolensäure wichtig,da der Körper aus Linolsäure doch noch Arachidonsäure herstellen kann.


Diese FS werden für spezielle Vorgänge benötigt.


Aber was sind Fette:


Fett bzw. Öl ist ein Triester aus Glycerin und 3 Fettsäuren (Stellt es euch als E vor an dessen Enden 3 Ketten hängen)

Der Unterschied zw. Fetten und Ölen ist,daß die FS der Fette gesättigt sind ,aslo mehr H-Atome besitzen,diese können sich dank der VanDerWaals-Kräfte besser anziehen..........kleben also mehr aneinander.Umgekehrt haften sie also nicht so dolle....will heißen,je mehr ungesättigte FS desto flüssiger ist das Öl (Vgl. Sonnenblumen- gegen Distelöl)Deshalb auch "gehärtet" und "ungehärtet"

Diese DoBis sind auch der Grund weshalb man dieses Öl nicht zum Braten verwenden sollte.Sie knicken an diesen Stellen um (cis-trans-Isomerie!).....nicht gut!



Aber nur 1fach ungesättigte FS zu sich zu nehmen ist Quatsch.....man sollte drauf achten alle 3 essentiellen FS zu sich zu nehmen.Die gesättigten nimmt man -leider- schon genügend zu sich.

Mein Tip:Distelöl......unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis.Walnußöl und sonstiges ist natürlich auch okay ,aber überteuert.


Würde mich über eine ausführliche Antwort freuen


bitte


J-Ro
Hi, also ich hab mich glaube ich für Leinöl oder Rapsöl entschieden.

Leinöl hat ja mehr O3 Fettsäuren als O6 Fettsäuren wenn ich mich nicht verlesen habe. Aber wiviel soll ich da am tag jetzt zu mir führen? Kann ihr mir da eine ungefähre Maßangabe sagen. Am besten in Löffeln und welches Öl von den beiden würdet ihr jetzt empfehlen?

mfg soph
[quote=Comeback]@ JR,
schicke dir ne PM.[/quote]
die Studie/Quelle?
bitte mir auch
[url]http://jp.physoc.org/cgi/content/full/554/3/595[/url]
Danke, Milchknilch - schöner Artikel.
mal ne bescheidene Frage gibt es auch irgendwo solche Studienseiten auf deutsch oder aus dt. Studienversuchen?
Schlüsselwörter: Fettsäuren, Fette, Omega, Fetten, Körper, Fett, Nahrung, Transfettsäuren, Distelöl, Verhältnis, Ernährung, Warum, Euf, Linolensäure, Rapsöl, Olivenöl, Keil, Leinöl, Linolsäure, Hdl
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