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HIT with a HAMMER!

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Geschrieben/Gepostet am 29. April 2016 von BBSzene Team

Um zu verhindern, von HIT wie von einem "Hammer" getroffen zu werden, muss ich, bevor ich mit dem Schreiben beginne, diese zwei Vorbemerkungen machen:

So lange man bei einer Trainingsmethode verletzungsfrei bleibt, ist sie "gut". Selbst wenn man davon abgehalten wird, sein maximales Potential zu erreichen, ist sie besser als gar kein Training. Auf einer Skala von gut, besser, am besten, ist Training nach der "HIT" Theorie "gut". So lange man durch die Trainingsgeräte, die man benutzt, keine Verletzungen zuzieht, sind diese "gut". Selbst wenn man durch diese Geräte davon abgehalten wird sein maximales Potential zu erreichen, sind sie besser als gar keine Trainingsgeräte. Auf einer Skala von gut, besser, am besten, ist Training mit Hammer-Trainingsgeräten "gut".

Der Hammer Erfinder ist kein anderer als Arthur Jones. Sein Sohn übernahm die Firma und machte Hammer Equipment zu einer Erfolgsstory. So weit so gut und tatsächlich kaufte Life Fitness die Firma. Der Punkt ist, dass Hammer, genau wie Nautilus (Arthurs erster Schritt in der wunderbaren Welt der Gewichte), regelmäßig als DAS Equipment der HIT - Anhänger beworben wird. Meine Meinung? Ich mag das Equipment BEIDER Firmen nicht mehr und nicht weniger als ich die Geräte der anderen mag. Natürlich hat jede ihre einzigartigen Vorzüge, genau wie viele andere auch. Man behalte die sieben Gesetze des Krafttrainings aus der Perspektive der meisten Wissenschaftler im Kopf.

Die da lauten:

1. Das Gesetz der Individuellen Unterschiede: Wir alle haben verschiedene Fähigkeiten und Schwächen und wir alle reagieren unterschiedlich (zu einem gewissen Grad) auf irgendein gegebenes Trainingssystem. Diese Unterschiede sollten beachtet werden, wenn das persönliche Trainingsprogramm zusammengestellt wird.

2. Das Superkompensationsprinzip: Mutter Natur überkompensiert den Trainingsstress, indem sie einem größere und stärkere Muskeln gibt.

3. Das Überlastungsprinzip: Um Mutter Natur zum Überkompensieren zu bringen, muss man seinen Muskel über das hinaus belasten, an was man gewohnt ist.

4. Das SAID Prinzip: Das ist die Abkürzung von "Specific Adaption to Imposed Demands", das heißt, dass die spezifischen Belastungen immer auch zu spezifischen Anpassungen des Organismus' führen.

5. Das Nutzen/Nichtnutzen Prinzip: "Use it or lose it" bedeutet, dass Muskeln bei der Benutzung hypertrophieren (wachsen durch Zellvergrößerung) und durch Nichtbenutzung atrophieren.

6. Das GAS Prinzip: Die Abkürzung für "Generelles Adaptions-Syndrom". Dieses Gesetz besagt, dass auf hochintensives Training eine Periode niedriger Intensität oder völliger Ruhe folgen muss.

7. Das Spezifitäts-Prinzip: Man wird stärker bei Kniebeugen durch Kniebeugen anstatt der Beinpresse und man bekommt größere Ausdauer für einen Marathon durch laufen langer Strecken und nicht durch, sagen wir, Rad fahren.

Viele der aktuellen Trainingssysteme bieten nichts Neues und verletzten eines oder gar mehrere der sieben Gesetze. Wenn man meine kritische Abhandlung der HIT Theorie (folgt unten) verstehen will, muss man diese sieben Gesetze gut kennen.

Die HIT Geschichte

Es fing alles in den frühen Siebzigern mit Arthur Jones und Nautilus an. Arthurs Mission war es natürlich Equipment zu verkaufen. Seine Marketingstrategie war brillant. Meine Interpretation dieser Strategie ist: um sein Equipment (welches in diesen Tagen recht teuer war) zu verkaufen, musste er eine Religion für die Massen schaffen. Um eine Religion zu kreieren brauchte er

1. Kirchen
2. Jünger
3. eine Bibel und
4. Klerus.

Ein Wissenschaftler (Ellington Darden) inspiriert von Gott (Jones) schrieb seine Bibel und (viel später) gab ein Kraft-Coach namens "Moses" Matt Brzycki die zehn Gebote dieser Bibel in Laiensprache heraus. Auf die zehn Gebote komme ich später zu sprechen.

Dann bezahlte er ein paar Jungs die seinem Evangelium folgen sollten (später wurden ihre Testergebnisse der Bibel einverleibt). Danach wurden dann ein paar Ausgewählte dieser Jungs seine Jünger.
Die Kirchen kamen als nächste (Nautilus Gyms schossen wie Pilze aus dem Boden... die meisten gibt's mittlerweile nicht mehr, ihre eigenen Herden haben sich aus dem Staub gemacht als sie erkannten, dass sie das gelobte Land nicht schnell genug erreichen werden - das ist zumindest meine bescheidene Meinung).

Sein Klerus (die Studiobesitzer) LIEBTEN Arthur, weil sein Equipment wirklich toll aussah und sie einen Weg fanden, ihre Kunden schnell durch die Vordertür rein und durch die Hintertür rauszuschleusen, indem sie diese überzeugten, dass ein Satz zum Versagen "der Weg" war.

Um meine Idee zu untermauern, dass HIT eine Heidenreligion ist, zitiere ich von der HIT Website einer der Hohepriester, Matt Brzycki:

"Für einige - mich eingeschlossen - war Jones seiner Zeit um Jahre voraus und voll von brillanten, revolutionären Übungsideen; für andere war er der leibhaftige Teufel. In einer Sache schienen sich aber alle einig zu sein: Er war ruppig, unverblümt und brutal ehrlich."

Alte Häuser wie ich erinnern sich, dass die beliebtesten Filme zu dieser Zeit 20.000 Meilen unter dem Meer und Die Zeitmaschine waren. Arthur hat den Namen "Nautilus" vom einen Film (seine OffsetNocke, kopiert von deutschem Physiotherapie Equipment aus den 1850ern sah aus wie der Querschnitt einer Muschel) und das Design vom anderen Film (seiner ersten Maschinen erinnerten kurioser Weise an die Zeitmaschine).

Ja. Arthurs Business Plan war brillant, und er wurde sogar noch besser ausgeführt. Es ist kein Wunder, dass die Religion bis zum heutigen Tag andauert, so standhaft halten seine Jünger an ihrem Glauben fest.

Vorstellung einiger HIT-Jünger:

Es gibt da einen kleinen (aber immens lautstarken) Bund von Arthur Jones Jüngern, die sich, seit den frühen Siebzigern, verzweifelt an der oft diskreditierten Auffassung festklammern, dass ein hochintensiver Satz zum Versagen alles ist was man braucht um sein maximales Potential, stärker und größer zu werden, zu erreichen. In der Tat, die jetzige biblische Interpretation gibt zu, dass man auch mit drei Sätzen was erreicht, obwohl ein Satz genauso gut ist wie drei. Ich sage "verzweifelt" aus gutem Grund. Diese Jungs (die sich gerne gegenseitig "HIT Jedi" nennen) investierten ihre Herzen und Seelen (und, recht häufig, Kapital ihrer jeweiligen Organisationen) in die Überlegenheit von sowohl Jones' Equipment als auch den Theorien, wie man erstere am besten benutzt. Andere wurden, beziehungsweise werden von Arthur Jones gesponsert. Es sieht fast so aus, als ob sie nicht ihr Gesicht (wenn nicht ihre Jobs) verlieren wollen, wenn sie sich jetzt von den Lehren der HIT Theorie abwenden, entgegen der großen Masse von wissenschaftlichen Studien die diese Lehren diskreditieren.

Von einem sozial-psychologischem Standpunkt aus gesehen, ist es wirklich faszinierend zu sehen, wie die HIT-Men sich aufrappeln. Es erinnert an den großartigen Film "Der Herr der Fliegen", in dem ein Haufen schiffbrüchiger Jungs, nur sich selbst überlassen, eine Art Heidengesellschaft unter sich gründen. Einige der Jedis, die stimmgewaltiger sind als die meisten anderen, schrieben viele passionierte Artikel oder Bücher über ihre eigenen süßen kleinen Varianten der alten Jones Theorie. So wie sie sich selbst als "Jedis" (was, da bin ich mir sicher, "Priester" heißt) bezeichnen, ist ein weiterer Beweis das HIT eine Heidenreligion ist. Wie auch immer, ich muss sagen, ich bewundere den Eifer dieser Leute.

Ich will diese "es gut meinenden" Menschen jetzt nicht der Leserschaft dieser Website vorführen und ich weiß auch, dass nicht alle, die auf dieser Liste stehen, es zugeben werden, schlimmer noch, sie werden vehement ihren Heidenglauben verleugnen (bis der Hahn dreimal kräht), dennoch: hier sind sie in alphabetischer Reihenfolge (diese Liste ist weder vollständig noch ist sie von mir - sie ist von deren Website):


  • Matt Brzycki (Kraft Coach an der Princeton University)

  • Dr. Ellington Darden, (Jones's langzeitlicher Wissenschaftsberater)

  • Ken Leistner, (New Yorker Chiro-Praktier, der auch ein Gym betreibt)

  • Ken Mannie (Kraft Coach an der Michigan State)

  • Stuart McRobert (gibt einen "Hardgainer"-Newsletter heraus)

  • Mike Mentzer (bereits verstorben, Bodybuilder, der seine eigene "Heavy Duty" Interpretation von Arthur's widerlegten Lehren entwickelte)

  • Dan Riley (Kraft Coach der Washington Redskins)

  • Rob Spector (Betreiber einer HIT-Website)

  • Dr. Wayne Westcott (ein YMCA Fitness Direktor)

  • Kim Wood (Kraft Coach der Cincinnati Bengals)



Die Jedi behaupten, auch konvertierte Bodybuilder wie etwa Dorian Yates, Ray Mentzer and Casey Viator seien ihre Jünger.

Genauso wie die Protestanten sich von Rom trennten, sind einige der Jedi ihre eigenen Wege gegangen und kreierten eigene Konfessionen der HIT-Religion. Es ist recht interessant, die verschiedenen Darstellungen der Konfessionen zu lesen. Ich erinnere an Mike Mentzer's "Heavy Duty"-Trainingssystem - wirklich nichts anderes als HIT mit ein paar mystischen Attributen.

Und es gibt da natürlich noch das "Superslow"-System vom protestantischen HIT-Jedi Ken Hutchins, in dessen System man tatsächlich direkt eine Fitness-Trainer Lizenz machen kann (welche Deine sein könnte, für nur 495,00 $). Sein Beitrag zur HIT-Theorie hat mit Reibung zu tun:

"Wenn man den Abzug einer Pistole oder eines Gewehres zieht, dann macht man das mit einer langsamen, aber bestimmten Bewegung - wenn man einfach abdrückt, dann geht der Schuss daneben. Dasselbe gilt für das Heben von Gewichten - jede Wiederholung sollte ein langsames, bestimmtes zusammendrücken eines Muskels sein, ohne wild "abzudrücken".
... wenn eine Übung ein wenig Reibung hat, ist es besser, sie länger negativ zu machen, da man so nicht die "partielle Erholung" hat, die man mit einer Übung mit viel Reibung hätte."

Totaler Schwachsinn. Steilvorlage für einen neuen Artikel! Nun werde ich die Gebote des HIT und einige herausgestellte Kommentare in Bezug auf die oben genannten sieben Gesetze vorstellen.

Die Zehn HIT-Gebote nach Jedi Brzycki:

1. Trainiere mit einem hohen Level an Intensität

"Intensität", folgt man dem HIT-Dogma, "führt zum Grad der Überbeanspruchung - oder Erschöpfung - des Muskels. Im Studio wird ein hohes Level an Intensität durch den Punkt des konzentrischen, muskulären Versagens charakterisiert: Man hat den Muskel in dem Maße verbraucht, dass man im wörtlichen Sinne kein Gewicht mehr heben kann. Wenn man diese Intensität nicht erreicht, bzw den Muskel nicht völlig erschöpft, bekommt man nur kleine oder gar keine Zuwächse der funktionalen Muskelstärke oder Muskelgröße. Nach Erreichen des konzentrischen Muskelversagens, kann man die Intensität noch mehr steigern, indem man drei bis fünf Nach-Erschöpfungswiederholungen macht. Diese Wiederholungen können negativ oder mit einer Rückwärtsbewegung durchgeführt werden und erlauben so eine sichere, effektive Überbelastung der Muskeln."

Es ist keine Frage: Trainieren bis zum Versagen ist ein "intensiveres" Workout. Aber in der realen Welt - im Studio - ist Intensität weit mehr. Webster definiert Intensität so: Man hat oder zeigt die Charakteristika Kraft, Stärke, Anstrengung oder (aus Bodybuilder-Sicht) andere Aspekte der Kraftanstrengungen bis zum maximalen Grad. Die Wörter Intensität und Intention haben beide eine lateinische Wurzel, intendere = anspannen. Wenn man beabsichtigt etwas zu tun, dann geschieht dies per Definition mit angestrengter oder eifriger Aufmerksamkeit - mit Konzentration! Dass Intensität reine Geistesangelegenheit ist, dem stimme ich nicht zu. Intensität wird gesteigert durch:



  • Verstärkung der geistigen Leistung - man wird "aufgedreht"

  • Training mit brennendenr Leidenschaft, als ob es ums eigene Leben gehen würde

  • Mehr Wiederholungen

  • Mehr Gewichte (dies ist die allgemeine Definition von Intensität)

  • Weniger Pause zwischen den Wiederholungen

  • Weniger Pause zwischen den Sätzen

  • Steigerung der Anzahl der Übungen pro Körperteil

  • Steigerung der Gesamtzahl der Übungen oder der zu trainierenden Körperteile pro Training

  • Steigerung der Anzahl der Trainings pro Tag

  • Steigerung der Bewegungsgeschwindigkeit

  • Steigerung der Menge an Arbeit an der anaeroben Schwelle (maximale Schmerztoleranz)

  • Steigerung der Verrichtung der exzentrischen Muskelarbeit


Vielleicht am wichtigsten zu erwähnen: Trainieren bis zum Versagen ist keine Bedingung zur Adaption!

Das SAID Prinzip wird vom ersten HIT-Gebot übertreten. Dessen Idee ist es, jedes Mal bis zum Versagen zu gehen, aber spezielle Trainingszielsetzungen sprechen dagegen, wie zum Beispiel Geschwindigkeitstraining.

das GAS Prinzip, welches besagt, dass es nach hochintensivem Training eine Periode mit niedriger Intensität oder eine völlige Pause geben muss, wird ebenfalls übertreten. Diese Jungs gehen immer bis zum Versagen.


2. Strebe bei jedem Workout nach Erhöhung des benutzen Widerstands oder der Wiederholungen

"...jedes Mal wenn man trainiert, sollten entweder die Gewichte oder die Anzahl der Wiederholungen in Relation zum letzten Workout erhöht werden. Das kann als "doppelt progressive" Technik angesehen werden (Widerstand und Wiederholungen). Die Herausforderung der Muskeln auf diese Art und Weise zwingt sie zur Adaption der auferlegten Last (oder des Stresses)."

Das SAID Prinzip wird verletzt. Manchmal ist es erforderlich, leichte Gewichte schnell zu bewegen oder schwere Gewichte mit drei Wiederholungen. (Wenn das Training verlangt, bis zum Versagen mit einem so schweren Gewicht zu trainieren, dass man nur drei Wiederholungen machen kann, dann schreit das ja förmlich nach einer schweren Verletzung, die den Trainierenden zum Versagen führt!). Auch das GAS Prinzip wird verletzt. Abwechselnde Perioden von hoher und niedriger Intensität sind der bessere Weg. Wenn man wartet, bis totale Regeneration in allen Muskeln erreicht ist, verkümmern die anderen.

3. Mach ein bis drei Sätze jeder Übung

"...zahlreiche Untersuchungen - von denen man mir bestimmt wieder vorwirft, sie erträumt zu haben - haben gezeigt, dass es keine signifikanten Unterschiede zwischen einer, zwei oder drei ausgeführten Sätze einer Übung gibt..."

Genau! Du träumst mein Junge! Dr. Richard Berger (mein Mentor während meiner Promotionsarbeiten an der Temple University) hat es vor Jahren gezeigt: Es gibt ein verbessertes Wachstum mit drei Sätzen im Gegensatz zu nur einem. Andere Untersuchungen kamen zu demselben Ergebnis. Heutzutage machen viele Athleten (Bodybuilder eingeschlossen) bis zu zehn oder mehr Wiederholungen. Selbst Arthur Jones, der Originale HIT-Man, zeigte auf, dass Menschen mit weißen, schnell-zuckenden Muskeln weniger Wiederholungen, Sätze und Workouts pro Woche benötigen als Menschen mit vornehmlich roten, langsam-zuckenden Muskeln.

Offenbar haben alle HIT-Men weiße Muskelfasern?! Ich denke nicht. Nun, während keine der sieben Gesetzte gebrochen werden, werden einige (besonders das des Überlastungsprinzips und des SAID Prinzips) nicht richtig angewendet.

4. Erreiche innerhalb einer vorgegebenen Anzahl an Wiederholungen zum Versagen

"Wiederholungsbereiche unterscheiden sich von Körperteil zu Körperteil und von Trainer zu Trainer. Im Verlauf des Trainierens von Hunderten von Athleten in den vergangen elf Jahren haben sich bei mir diese Wiederholungsstufen herauskristallisiert: 15 bis 20 für die Hüfte, 10 bis 15 für die Beine und 6 bis 12 für den Oberkörper. Andere HIT-Kraftcoaches befinden sich im selben Bereich, einige mit ein paar niedrigeren Bereichen, aber nie unter sechs."

Ihr Typen solltet rot werden für dieses Gebot! Besagt nicht das SAID Prinzip, dass keiner wie der andere ist? Nicht jeder reagiert in der selben Art und Weise auf ein vorgegebenes Wiederholungs/Satz Schema. Siehe meinen Kommentar zu Gebot drei.


5. Führe jede Übung mit einer exakten Technik aus

"Eine Qualitätswiederholung wird ausgeführt, indem man das Gewicht in einer bedächtigen, kontrollierten Weise hebt und senkt. Wer ein Gewicht schnell und explosiv bewegt, ist aus zwei Gründen schlecht beraten:

1) Die Muskeln, Gelenke und Bindegewebe werden gefährlichen Kräften ausgesetzt, welche die Chance einer Verletzung beim Krafttraining vergrößern.

2) Es wird zusätzliche Bewegungsenergie in die Bewegung gebracht, welche die Übung weniger produktiv und effizient macht.

Ein Gewicht in ein oder zwei Sekunden zu heben, garantiert Training in einer sicheren, effizienten Art und Weise. Es sollte drei oder vier Sekunden dauern, das Gewicht wieder in seine Ausgangslage zu bewegen."

Erstens , ich bin es leid, immer zu hören, dass das HIT-Business "sicher" sei. Wo steht in der Bibel, dass es sicherer sei, mit einem schweren Gewicht langsam zu trainieren? Ich denke anders. Ich bin mir sicher, diese langsamen, sanften Bewegungen sind nicht effektiver als andere Methoden. Einige Übungen sind in der oben beschriebenen Weise gut ausgeführt. Wie auch immer, dieses Gebot missachtet klar die Wichtigkeit von Schummel-Bewegungen, explosiven Reißens (siehe olympische Spiele) und viele andere Hebetechniken. Mehr noch, langsame, zarte Bewegungen sind nirgends auch nur annäherungsweise so effektiv wie explosive (ja, man könnte auch sagen: ballistische) Bewegungen, wenn es um eine adaptive Reaktion im Bindegewebe geht. Soviel zum Thema "Sicherheit". Dieses Gebot verstößt eindeutig gegen die Prinzipien der Superkompensation, Spezifität und SAID.

6. Krafttraining dauert nie länger als eine Stunde pro Trainingseinheit

"Wenn man mit einem hohen Level an Intensität trainiert - und das sollte man - kann man im wörtlichen Sinne nicht lange trainieren. ... Training mit einer minimalen Erholungszeit zwischen den Übungen wird einen metabolischen Konditionierungseffekt auslösen, der nicht von traditionellen Multi-Satz-Programmen erreicht werden kann. Fragt mich nicht warum, ich hab das nur selber festgestellt."

Der gute alte Jedi Brzycki verrennt sich hier in irgendwas. Hier, glaube ich (man kann es nicht so genau sagen), behauptet er, dass man nach einem Satz Kniebeugen, dann einem Satz Bankdrücken, dann einem Satz Lat-Ziehen, dann einem Satz Curls, und dann einem Satz von 3, 4, 5, oder mehr zusätzlichen Übungen macht und dann aus dem Studio raus ist? Kommt schon!
Dieses Gebot verstößt eindeutig gegen die Prinzipien der Superkompensation, Spezifität und SAID. Man lese nochmal meinen Kommentar zu Gebot drei. Menschen sind UNTERSCHIEDLICH!

7. Betone die Hauptmuskelgruppen

"Der Fokus fast aller Übungen sollte auf den Hauptmuskelgruppen liegen (z.B. Hüften, Beine und Oberkörper)."

Oh? Haben wir "Trainingsschwächen zuerst" vergessen? Bodybuilder machen so was instinktiv richtig. Genauso die meisten Athleten. Dieses Gebot verstößt gegen das SAID und das Spezifitätsprinzip.


8.Wann immer möglich, werden Muskeln von groß nach klein trainiert.
"Erst die Hüften, dann die Beine (Quadirceps, Waden usw.), Oberkörper (Brust, oberer Rücken und Schultern), Arme (Bizeps, Trizeps, und Unterarme), Bauchmuskeln und schließlich der untere Rücken."

Ääähh, hab ich was verpasst? Im achten Gebot hieß es noch, man soll sich NICHT auf die kleinen Muskeln konzentrieren! Hier wird nicht nur eines der eigenen Gebote, sondern auch noch das Prinzip der Spezifität und SAID übertreten.

9. Krafttraining an zwei bis drei Tagen pro Woche an nicht aufeinander folgenden Tagen

"...ein Zeitraum von 48 bis 71 Stunden benötigen die Muskeln um sich vollständig vom Training zu erholen. Ein Zeitraum von 48 Stunden wird ebenfalls benötigt, um die entleerten Kohlenhydratspeicher wieder aufzufüllen. ...Mehr als drei Workouts pro Woche können aufgrund des katabolen Effekts kontraproduktiv werden. Das passiert, wenn die an den Muskel gestellten Anforderungen die Fähigkeit zur Erholung übersteigen. Die Erholungszeit ist adäquat, wenn man kontinuierlich Wachstum verzeichnet."

Manchmal sind 48 bis 72 Stunden ausreichend, manchmal nicht. Abhängig vom jeweiligen Muskel kann es mehr oder weniger Zeit sein. Zur Erinnerung:



  • Große Muskeln brauchen längere Erholung als kleine Muskeln

  • Schnell-zuckende Muskeln (die "explosiven" Muskeln) brauchen längere Erholung als langsam-zuckende Muskelfasern ("ausdauernde" Muskeln)

  • Männer erholen sich schneller als Frauen

  • Man erholt sich schneller von langsamen Bewegungen als von schnellen

  • Man erholt sich schneller von Training mit niedriger Intensität als von solchem mit hoher Intensität.

  • Je älter man wird, desto länger die Erholungszeit



Wenn von "Kohlenhydratspeicher" die Rede ist, ist dann Glycogen gemeint? Und dann 48 Stunden? Nein, das wären dann so zwei bis drei Stunden!

Ich und jeder Athlet, den ich jemals trainiert habe, haben oft zwei mal täglich trainiert! Selbst wenn es da einen "katabolen Effekt" gäbe (wie Bryzcki es behauptet), würde das dann nicht nach einem "periodisierten Trainingsansatz" verlangen?

Hier werden die Gesetzte der SAID, GAS und Spezifitäts Prinzipien übertreten.

10. Mach akkurate Trainingsaufzeichnungen

"In den Aufzeichnungen steht alles, was bei jedem einzelnen Training geleistet wurde. Trainingsaufzeichnungen können ein extrem wertvolles Hilfsmittel sein, um Fortschritte aufzuzeigen und das Training effizienter zu machen. Es kann auch helfen, die Übungen zu erkennen, bei denen Stagnation herrscht."

OK. Den Punkt muss ich den HIT-Men lassen.
Auf der anderen Seite müssen die HIT-Menschen weit öfter als normale Trainierende in ihre Aufzeichnungen schauen. Sie stagnieren weit häufiger als andere.

Jedi Bryzcki beendet seine "Predigt im Netz" mit diesen Worten:

"Lasst Euch nicht in die Irre führen von der Kürze oder der Schlichtheit eines Programms, welches einen Satz einer Übung mit einem hohen Level an Intensität erfordert. Kraft Coach Ken Mannie sagte, dass HIT "die produktivste, effizienteste und ohne Zweifel die anspruchsvollste der Menschheit bekannte Form des Krafttrainings ist." Natürlich habe ich das in einem Nautilus Magazin gelesen. Und Mannie war zu dem Zeitpunkt betrunken."

Muss ich mehr sagen?

Zusätzlich:

HIT Jedi Bryzcki postete diese Juwelen auf seiner Website:

"...HIT erntete 1970 eine Menge Aufmerksamkeit und entwickelte einen Strudel der Kontroversen mit der Veröffentlichung zahlreicher Artikel geschrieben von Nautilus-Erfinder Arthur Jones. Obwohl Jones HIT nicht erfand, steth es außer Frage, dass er derjenige war, der es populär machte und formelle Richtlinien und Prinzipien erstellte."

"Jones wurde mit dem Alter ruhiger, aber ich musste Schmunzeln, als ich vor ein paar Monaten sah, wie er ein paar ahnungslose Sportmediziner mit seinen typischen aufdringlichen Kommentaren und Benehmen bedrängte."

"... was man sah, war kein schöner Anblick, Es war richtig hässlich. Kaum wurden mehr als zwei Sätze pro Übung absolviert und nie mehr als drei. Man konnte ja auch nicht mehr machen. Der von Jones vorgegebene Level an Intensität brachte jede Übung bis zum Punkt des muskulären Versagens."

"Wenn man zu erschöpft war zum Kriechen - was manchmal der Fall war - dann wurde man im wörtlichen Sinne gekrallt und zur nächsten Übung geschleift. Jones' Meinung von einem akzeptablen Level an Intensität kann am besten mit einem seiner Lieblingszitat zusammenfassen: "Hast Du Dich jemals übergeben aufgrund eines Satzes Bizepscurls? Wenn nicht, dann weißt du nicht was harte Arbeit ist. Ahh, das waren noch Zeiten."

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