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Interview mit Joe Weider | |
| | Geschrieben/Gepostet am 13. März 2011 von BBSzene Team |
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„Die Leute sagen du hast selbst nie trainiert, deine Supplements sind Müll, Muscle & Fitness ist Müll, du machst viel zu viel Geld und du lügst die ganzen armen Kinder an, wie viel sie wirklich wachsen können. Hier werden die Mythen entlarvt.“
Es gibt eine Legende: Ein zypriotischer König namens Pygmalion erschuf eine wunderschöne Frau aus einem Block Granit, nur um sich unsterblich in sie zu verlieben. Er bat Aphrodite sie zum Leben zu erwecken und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage.
Es gibt eine Legende: Joe Weider versuchte ein Geschäft damit zu machen Eisen zu verkaufen, zu den Zeiten als es noch sehr ungewöhnlich war, damit einfach nur zu trainieren. Dennoch hatte sich Joe persönlich schon lange ins Eisen verliebt. Also überredete er seinen Bruder Ben das ganze Geschäft zu beleben, indem er der ganzen Welt die Körper zeigte, die das Eisen formen konnte. Nach einigen weiteren kleinen Hürden konnten auch sie glücklich bis ans Ende ihrer Tage leben.
Das Erste ist eine ganz niedliche Geschichte, das Zweite der American Dream. Es macht auch nichts, dass dieser Traum in Kanada angefangen hat, denn Joes Umzug nach Amerika hat die Sache erst richtig ins Rollen gebracht. Ich würde euch gerne einige Konsequenzen des frühen Traums näher bringen und das aus einem ganz einfach Grund. Es kommt immer mehr Frischfleisch in die Eisenwelt und die ganzen Neulingen wissen nichts mehr über ihre Wurzeln und die Legenden unseres Sports und viele von ihnen kommen aus den falschen Gründen. Viel zu viele wurden von den Neidern belogen, die nicht damit klar kommen, dass Leute wie Joe sich ihren Traum erfüllt haben.
Um mich kurz zu fassen, ich möchte einfach ein paar Dinge für die Trainierenden klar stellen, die ein oder zwei Generationen nach der Blütezeit des Bodybuildings zu uns gestoßen sind. Aber eins vorweg: Seid euch sicher, dass ich in diesem Interview nichts geschönt habe, ich habe Joe all die unangenehmen Fragen gestellt, die auf der ganzen Welt oder im Internet diskutiert werden. Es sind Gerüchte und Wahrheiten. Ihr werdet sehen, dass viele unserer gemeinsamen Träume realisiert wurden als Joes Traum wahr wurde. Genauso wie viele unserer Frustrationen.
Was meine Qualifikationen dafür sind euch diese Geschichte zu erzählen? Naja, ich arbeite seit den frühen Achtzigern für Joe. Ich wurde überhäuft mit den Geschichten und Philosophien über das Training, das Geschäft und Sport, musste Massen an alten Büchern, Trainingszeitschriften und Manuskripten lesen und das alles als Teil meines Jobs. Ich habe Stunden mit den Fotos der alten Strongmen von einst, den Bodybuildern vergangener Tage und denen der heutigen Stars verbracht. Und das alles um Joes Geschichte zu bestätigen oder zu widerlegen.
Frühstück bei Joe
Eines frühen Morgens besuchte ich Joe bei seinem Frühstück, oben auf seinem kleinen Balkon. Bettys Rock hing an einer Leine zum Trocknen und der Frühlingswind wehte ihn unbarmherzig immer wieder in Joes Gesicht. In seiner Hand waren fast ein Dutzend Vitaminpillen, die er mit einer Tasse Kamillentee schlucken wollte. Aber der Rock war so penetrant, dass es einfach nicht funktionierte. Also gingen wir runter auf die Veranda, in die Nähe zum Pool. Lustige Geschichte? Warum hat er nicht einfach den Rock beiseitegeschoben? Aber es war schöner unten auf der Veranda.
Ich habe unser Interview damit begonnen, Joe zu erklären, warum ich eigentlich hier war: „Joe, es gibt da draußen einen Haufen Leute, die einen Narren an dir gefressen haben. Du hättest selbst nie trainiert, deine Supplements seien Müll, Muscle & Fitness sei Müll, du würdest viel zu viel Geld machen und die Kids belügen und außerdem wärst du nicht du selber. All solche Dinge.“
Bevor Joe überhaupt antworten konnte, klingelte das Telefon. Es war Franco. Der arme Franco, Joe war außer sich vor Wut als er sich den Hörer schnappte und rief: „Franco! Weißt du, was die Leute über mich sagen? Das ich nie trainiert hätte! Kannst du dir das vorstellen? Hier, rede du mit Fred…“
Immer noch stocksauer schob Joe mir das Telefon in die Hand, während er Dinge murmelte, die ich hier nicht unbedingt aufschreiben möchte. Wie ich vermutet hatte, war Franco der großartige FrancoColumbu.
Er begann mit seinem breiten, italienischen Akzent: „Lass mich dir eine tolle Geschichte erzählen. Arnold, Rickey Wayne, Joe und ich haben mal im Hudson Hotel trainiert. Rickey machte Curls mit den Zwanzigern, Arnold und ich benutzten Dreißiger. Ich sagte: ‘Jungs! Schaut mal!’ Drüben in der Ecke war Joe, machte Schrägbankcurls mit Fünfunddreißigern. Also ging ich rüber und meinte: ‚Hey Joe, was machst du da? Das ist wirklich ein Haufen Gewicht!‘ Joe warf gerade seine Kurzhanteln auf den Boden und nahm sich das nächstgrößere Paar. Ich erinnere mich an: ‚Stör mich nicht! Ich habe zu tun! Ich will meine Sätze fertig kriegen!‘ Kannst du dir das vorstellen?“
Und so ging es weiter und ich musste mir von Franco weitere Geschichten über Joes glorreiche Vergangenheit anhören. Betty stand bei uns und hörte dem Gespräch zu. Irgendwann konnte sie nicht mehr an sich halten: „Ja! Kurz bevor Joe und ich heirateten, trainierte er wirklich wie ein Verrückter. Ich erinnere mich an… in Florida war es glaube ich… da hob er eine riesige Hantel. Sein Gesicht war knallrot und er sah aus als ob er gleich explodiert! Joe, wie viel hast du da gehoben?“
„Keine Ahnung. Frag Franco“
Franco hatte alles mitgehört und rief aufgeregt: „Ja, ich war da. 270 Kilo. Joe hat Kreuzheben für ein paar Wiederholungen mit 270 Kilo gemacht!“
„Für wie viele Wiederholungen, Franco?“
„Drei. Joe hat Dreiersätze gemacht“
„Dreier mit 270 Kilo beim Kreuzheben?“, fragte ich ungläubig, „das würde ihn zur Elite des Powerlifting zählen lassen!“
„Eher fünf Wiederholungen!”, warf Betty von der Seite ein.
Franco fuhr fort: „Joe war ein Monster, Fred! All die Leute, die behaupten, dass er nie trainiert hätte, haben einfach keine Ahnung. Joe war wirklich richtig, richtig stark!“
Und so ging es weiter. Nur um es mal zu erwähnen, ich habe mir auch die Ergebnisse von Joes jugendlicher Gewichtheberkarriere angeschaut. 1939 hat er mit 18 die Stadt- und Provinzmeisterschaften gewonnen und fast den amtierenden kanadischen Mittelgewichtschampion Joe Sklar geschlagen. Zu dieser Zeit hat Joe 225lbs beim Drücken, 240lbs beim Reißen und 315lbs beim Stoßen bewegt, bei einem Körpergewicht von gerade mal 165lbs. Trotzdem entschuldigte sich Joe direkt: „Ich war wirklich mies beim Drücken!“. Also Leute, nicht zu schäbig werden.
Aber zurück zur Veranda. Mittlerweile hatte Joe sich wieder etwas abgeregt und all die anderen Dinge ...
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