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Mehr Wachstum und Sicherheit durch Variation
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Wir trainieren wie auf Schienen. Doch Schienen bedeuten nicht nur Sicherheit. Sie sind auch ein Gefängnis. Wir können nicht von ihnen ab lassen, denn wenn wir es gewohnt sind, uns einzig und allein auf Schienen zu bewegen, dann sind wir ohne sie ziemlich hilflos.
Unser Körper ist ein wahres Wunder, aber er kann nicht zaubern. Er entwickelt sich immer nur so, wie er auch gefordert wird. Denn fordern bedeutet fördern. Das gilt für alles im Leben. Wenn man etwas fördern will, bringt es nichts, es einfach nur zu unterstützen oder zu zwingen. Man muss dieses etwas fordern – im Sinne von herausfordern. Denn wenn etwas lebt und auch den Willen des Lebens – den Willen zur Entwicklung – in sich trägt, dann wird es die Herausforderung annehmen und auch daran wachsen. Alles andere ist tot – willenlos. Der Wille ist die schöpferische Triebfeder allen Schaffens: Dein Wille ist die Kraft, das Potenzial Deines Körpers zu verwirklichen.
Dein Körper folgt Deinem Willen
Aber weiß Dein Wille wirklich, was gut für Deinen Körper ist? Kommen wir auf die Schienen zurück. Wir trainieren unseren Körper meistens so, als wäre er ein Zug und genau so wird er sich auch entwickeln – ungelenk, gefangen und störungsanfällig.
Wir müssen aber einen Offroad-Jeep aus ihm machen. Einen Körper, der für alle Richtungsänderungen und Unebenheiten gewappnet ist. Einen Körper, der frei ist, robust und vielseitig.
Sprengt die Schienen eures Trainingsalltages
Dabei beziehe ich mich nicht nur auf Isolationsübungen. Diese werden sowieso grundlegend falsch verstanden, deswegen möchte ich es hier noch einmal klipp und klar sagen: Isolationsübungen sind etwas für überaus fortgeschrittene Athleten. Sie sollten nur ganz gezielt eingesetzt werden. Ansonsten bringen sie das muskuläre Gleichgewicht durcheinander und führen zu Dysbalancen sowie asymmetrischen Entwicklungen. Wer sich jedoch diese Schienen legt, bei dem werden auch einige unnötige Verletzungen und Abnutzungserscheinungen auf dem Fahrplan stehen.
Ganz besonders beschränkt sind die Isolationsübungen an Maschinen. Hier bewegt sich der Widerstand und sehr oft sogar auch der bewegte Körperpart sehr eindimensional. Diese Geräte sind genormt und alles bewegt sich wie auf Schienen. Das mag zwar Sicherheit vorgaukeln, aber vielmehr das Gegenteil ist der Fall – wie ich gleich noch aufzeigen werde.
Aber es sind nicht nur Isolationsübungen, die wie auf Schienen laufen. Oft sind es auch die freien Mehrgelenksübungen. Auch sie können zu einem Gefängnis werden und das unabhängig davon, ob sie in 2D (mit der Langhantel) oder in 3D (mit Kurzhanteln) ablaufen.
Wenn ich mein letztes Trainingsjahrzehnt und auch die Zeit darüber hinaus Revue passieren lasse, dann wird mir immer mehr klar, dass ich viele Schwächen, Beschwerden und Verletzungen selbst verschuldet habe. Ich war zu nachlässig in einem ganz bestimmten, überaus bedeutenden und doch oft vernachlässigtem Trainingsparameter: Variation. Und wenn ich mich so umsehe, bin ich da nicht alleine.
Die Bedeutung der Variation
Na klar, jeder weiß, dass Variation wichtig ist, aber hier soll es nicht um die Variation der Trainingssysteme gehen – die ist bei den meisten ja durchaus vorhanden –, sondern um die Variation der Bewegungsausführung.
Ich hätte schon viel früher darauf kommen sollen. Obwohl ich immer stärker wurde und immer schwerere Gewichte bewegen konnte, bekam ich immer wieder Gelenkbeschwerden – wie so viele. Aber wo blieben die so oft versprochenen gelenkstärkenden Effekte schweren Freihanteltrainings?
Darüber hinaus verlief die Entwicklung manchmal extrem zäh – so als ob mir der böse Katabolismus Klebstoff auf die Schienen geschmiert hätte. Mir blieb doch gar nichts anderes übrig, außer zu stoffen. 13 Jahre Training auf Natural-Schienen im Schneckentempo können sehr hart sein – insbesondere dann, wenn die hormongetränkten Rennpferde im Eiltempo an einem vorbeiziehen.
Der Wert der Beharrlichkeit
Aber dann erinnerte ich mich an Aesops Fabel von der Schildkröte und dem Hasen. Aesop war ein sehr bedachter griechischer Mann. Er war ein Mann des Geistes. Er lebte 600 v.u.Z. und ist als Begründer der Fabeldichtung in die Geschichte eingegangen. Vor allem war er auch ein Mann des Geistes, weil sein Leib jemand anderem gehörte. Er war nämlich Sklave. Doch das beirrte ihn nicht. Den Geist kann man nicht einsperren – denn die Gedanken sind frei.
In der Fabel von dem Hasen und der Schildkröte geht es – oh Überraschung – um einen Hasen und eine Schildkröte. Es geht dabei aber nicht nur um die Tiere selbst, sondern auch um die Charaktereigenschaften dahinter. Diese Charaktereigenschaften müssen wir erkennen und auf die Menschen zu übertragen wissen, um auch wirklich etwas aus der Fabel lernen zu können:
Eine Schildkröte, wegen ihrer Langsamkeit von einem Hasen gehöhnt, wagte es doch, ihn zu einem ...
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