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Prostaglandin PGF2α

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Geschrieben/Gepostet am 22. November 2006 von BBSzene Team
Veröffentlicht am 10. November 2005
Autor: Bryan Haycock

Prostaglandine sind eine Unterklasse der Eikosanoide. Eikosanoide sind eine Substanzgrupppe die chemisch aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren gebildet wird. Zu ihnen gehören Prostaglandine, Thromboxane und Leukotriene. Sie werden alle aus Fettsäuren durch den Einbau von Wasserstoffatomen in die Fettsäureketten geformt. Dieser Vorgang der Oxygenierung wird durch das Cyclooxygenase-Enzym bewirkt. Prostaglandine und ihre Metaboliten wurden in faktisch allen Körpergeweben nachgewiesen.

Die Entdeckung und Bestimmung der Prostaglandine erfolgte 1930, als die beiden New Yorker Gynäkolgen Raphael Kurzrok and Charles Lieb beobachteten, dass menschliche Samenflüssigkeit die Kontraktion des Gebärmuttermuskels stimulierte. Ein paar Jahre später bestätigte der Schwede Ulf von Euler diese Beobachtung und entdeckte zusätzlich, dass menschliche Samenflüssigkeit bei intravenöser Injektion eine Kontraktion der glatten Eingeweidemuskulatur und eine Senkung des Blutdrucks auslöst. Van Euler prägte auch den Begriff Prostaglandin für diese mysteriöse Substanz. Diese Bezeichnung erschien im passend, da er glaubte, Prostaglandin werde in der Prostata gebildet. Heute wissen wir, dass Prostaglandine nicht nur in der Prostata gebildet werden, sondern in allen Weichteilen des Körpers. Trotzdem blieb die Bezeichnung bis heute erhalten. Wenn Von Euler geahnt hätte, dass diese von ihm geprägte Bezeichnung Prostaglandine bis ins nächste Millennium erhalten bleiben würde, er hätte diese Substanzgruppe sicherlich "Von Eulers" oder "UVEs" genannt.
Bis 1960 waren bereits mehrere spezifische Prostaglandine in reiner kristalliner Form isoliert und deren chemische Struktur exakt bestimmt worden. Da für uns in erster Linie PGF2a und eventuell noch PGE2 interessant sind, werde ich auf die übrigen "Myriaden" Prostaglandine nicht weiter eingehen. Nur soviel: Prostaglandine werden mit "PG" abgekürzt. Der zusätzliche Buchstabe und die Zahl bezeichnen den Typ und die Serie. Die verschiedenen Typen unterscheiden sich in der Funktionsgruppe des Fünffach-Ringes. Nicht nur die Struktur dieser neuen Substanzen, auch deren Rolle in der menschlichen Physiologie sowie das mögliche medizinisch-pharmazeutische Potenzial wurden untersucht. Zu Beginn war es extrem teuer, Prostaglandine in ausreichender Menge für Forschungszwecke zu synthetisieren oder zu isolieren. Im Jahr 1969 sank der Preis für Prostaglandine sehr stark als man entdeckte, dass die Seepeitsche (Gorgonia flagellosa) sehr viel Prostaglandin-ähnliches Material enthält. Heutzutage ist man aber nicht mehr auf solche natürliche Quellen angewiesen; die Chemie hat hocheffiziente Methoden entwickelt um beinahe jedes Prostaglandin zu synthetisieren.

Körpereigene Prostaglandinproduktion aus der Arachidon Säure

Prostaglandine (PGs) werden nicht im Körpergewebe gespeichert. PGs werden als Antwort auf einen physiologischen Trigger ( = Auslöser) produziert. Die Ausgangssubstanz für die PG Synthese sind ungesättigte Fettsäuren mit einem 20-Kohlenstoffring. Die Fettsäure, auf der PGF2a basiert, ist die Arachidon Säure

Die Funktion von Prostaglandinen im menschlichen Körper

Prostaglandine sind sowohl autokrine als auch parakrine Regulatoren. Das heißt, sie beeinflussen sowohl dieselbe Zelle, in der sie produziert werden als auch die umliegenden Zellen. Sie sind eigentlich keine Hormone, sie sind auch keine Neurotransmitter; sie werden ganz einfach als Begleitsubstanzen des endokrinen Systems angesehen.

Im Folgenden einige regulatorische Eigenschaften von Prostaglandinen in verschieden Systemen und Organen des Körpers:

Entzündungen und Schmerz:
PGs sind in viele Abläufe einer entzündlichen Reaktion eingebunden. Sie spielen eine Rolle bei dem Schmerz, den man bei einer Entzündung verspürt, bei der Gefäßverengung und Gefäßerweiterung und dem Entstehen von Fieber. Die Injektion von PGF2a verursacht auch einen Anstieg der Körpertemperatur, was vermutlich mit einer Interaktion mit dem Hypothalamus zusammenhängt.

Reproduktionssystem:
PGs haben auch bei der Ovulation (Eisprung), dem corpus luteum (Gelbkörper) und bei der Kontraktion des Uterus (Gebärmutter) eine Funktion. Überschießende PG Produktion kann auch Auslöser von Frühgeburten, Endometriose, Dismenorrhoe (Menstruationskrämpfe) und anderen gynäkologischen Anomalien sein. PGs werden oft zur Geburtseinleitung verabreicht.

Magen-Darmtrakt:
Sowohl der Magen als auch der Darm produzieren PGs. PGs unterdrücken die Magensekretion und beeinflussen sowohl die Beweglichkeit des Magens als auch
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