|
|
|
Semper Servus Teil 2/4 | |
| | Geschrieben/Gepostet am 15. Juli 2011 von IlPadre |
Fortsetzung von Teil 1
Nach dem SAID-Prinzip sind alle Adaptionen spezifisch zu den auferlegten Anforderungen. Viele HITler tendieren dazu, Masse als notwendige Reaktion anzusehen. Allerdings sind Kraft und Hypertrophie mit Sicherheit sehr individuell und in ihren Adaptionen unterschiedlich. Sonst würdest du das hier nicht lesen, und ich wäre bereits Ronnie Coleman. Und wenn sie verschieden sind, kommen zwei interessante Fragen auf:
Erstens. Will man glauben, sie sind unterschiedlich, wird es wichtig, zu untersuchen, welche Aspekte des Trainingsreizes wichtiger sind, um die jeweils spezifische Adaption auszulösen. Ist es das Volumen der Belastung? Intensität der Belastung? Frequenz der Belastung? Kombinationen? Das ist eine sehr wichtige Frage.
Zweitens. Wenn du Frondienst für die Kirche des Kraft-vor-Massismus leistest, frage dich: warum sollte die immer wieder gleiche Art von Überlastung (d.h. Ein-Satz Gewichtssteigerungen) das Bedürfnis nach Hypertrophie so lange überspringen, um plötzlich seine Reaktion auf einen gesetzten Reiz zu ändern? Interessant. Dann, ändert der Körper überhaupt irgendetwas? Es wäre möglich, dass er nur darauf wartet, dass die Anforderungen von Kraftzuwachs irgendein Crescendo erreichen und ausreichend anstrengend für die Muskeln werden. Wo liegen dann diese Wendepunkte? Ein paar Leute haben wirklich signifikante Steigerungen ihrer Gewichte verzeichnet. Wie lange muss man warten?
Für unsere Antwort sollten wir vielleicht die Anforderungen von „Training" begutachten.
ANFORDERUNGEN
Training strengt an, und diese Anstrengung stellt Anforderungen an den Körper. Daher ist Training ein Reiz, der von verschiedenen, individuellen Systemen des Körpers gesetzt wird, um physische Leistung einer fordernden Natur zu produzieren, von der sich der Trainierende erhofft, dass sie ausreicht, um eine erwünschte Adaptation zu erzielen. Daher ist eine Trainingsbelastung vielschichtig und der Körper kann auf sie auf verschiedenen Wegen reagieren (z.B. cardiovaskuläre Adaption, muskuläre, neurologische, hormonelle, neurale etc.). Verdammt, selbst Akne ist drin. es wäre anmaßend, zu erwarten, dass der Trainingsreiz immer ausreicht, um Adaption auf allen Ebenen zu erzwingen, nur weil wir auf ein oder zwei Ebenen einzelne Anpassungen beobachten. Nicht jedes System des Körpers überschreitet seine Kapazitäten beim Produzieren von Trainingsreizen fordernder Natur. Manchmal ist ein solcher Reiz gut innerhalb der Kapazität einer Ebene (z.B. des Muskels), aber außerhalb einer anderen (z.B. des Nervensystems). Zum Beispiel kann man Kraftzuwachs ohne Hypertrophie realisieren und daraus schließen, dass der Reiz irgendwie unzureichend für die Muskeln war. Der Körper hat gemerkt, dass er diese Adaptation übergehen konnte, und überlebte.
Das ist genau das, was einige HITler ignorieren, in der Uberzeugung, dass die jedes Mal, wenn sie zum Versagen trainieren, einen „Wachstumsmechanismus" auslösen, und sie deuten als Beweis auf ihre Kraftzuwächse. Schlechterdings sehen sie, gleich, wie groß die Gesamtanforderungen ihres Trainings sind (sie verfahren nach der Methode des Minimalismus), jegliche Überlastung im Rahmen einer einzelnen Anstrengung. Darin liegt eine gewisse Wahrheit, aber da Belastungen addierbar und zu intensiven Anforderungen aufsummierbar sind, ist das eine unvollständige Sichtweise. Sie vermisst eine Arbeitshypothese der Intensität, die einen größeren Rahmen umfasst (z.B. Mehrfachbelastungen, das gleiche Workout in weniger Zeit durchführen, sich auf die Gesamtanforderungen zu konzentrieren). Wenn zum Beispiel jemand mehr Volumen in seinem Workout benutzt, sind die Anforderungen intensiver. Wenn jemand häufiger trainiert, sind die Anforderungen intensiver. Wenn jemand mit mehr Volumen häufiger trainiert, sind die Anforderungen exponentiell intensiver. Das bringt große Implikationen mit sich, da, wie wir sehen werden, die funktionale Kapazität jeder Arbeitsstruktur möglicherweise mit seiner Masse verknüpft ist.
DAS RÄTSEL DER MASSE
Muskelhypertrophie ist eine Adaptation an die funktionalen Anforderungen einer bestimmten Art von Belastung, die auf das neuromuskuläre System ausgeübt wird (wobei „Belastung" sich auf die Gesamtanforderungen des Trainings bezieht und nicht auf die verwendeten Gewichte). Dies im Hinterkopf, wenden wir uns dem technischen und biomechanischen Konzept zu, das als die Intensität vom Funktionieren von Strukturen (IFS) bekannt ist. IFS sagt aus, dass die funktionale Kapazität eines gegebenen Systems mit seiner Masse verbunden ist. Je intensiver die erforderliche Funktion, desto größer der Bedarf der Arbeitsstruktur nach Masse, um die Funktion erfüllen zu können.
Das ist Zeug aus dem Lehrbuch, Freunde. Der menschliche Körper ist eine Maschine und gibt uns wenige Hinweise, die uns glauben lassen könnten, dass er sich von anderen mechanischen Strukturen, die wir kennen, unterscheidet. Daher können wir IFS eine Menge über die Natur und Ursache von Hypertrophie entnehmen. Auf den ersten Blick mag es so aussehen wie ein exzellenter Beweis, dass zunehmende Kraft schließlich doch vom Körper Masse verlangt. Es ist allerdings nicht so einfach. Es gibt einige Kneifzangen, und die erste ist die, dass funktionale Kapazität und Intensität hier nicht das subjektive „Level" einer einzelnen Anstrengung implizieren (d.h. ein Satz zum Muskelversagen - die HIT-Definition von Intensität). Stattdessen beziehen sie sich auf die Kapazität für intensive Anforderungen.
Vielleicht ist das der richtige Moment für eine Klarstellung. Eine wichtige Unterscheidung innerhalb des Uberlastungsprinzips ist die zwischen Kapazität und Fähigkeit. Kapazität bezieht sich auf „die Menge von etwas". Wenn wir von Arbeit sprechen, bezieht sie sich auf die maximale Kapazität, Arbeit von spezifischen Natur (Intensität) und Volumen auszuführen und zu tolerieren. Eine Art absoluter physiologischer Kompetenz, wenn man so will - eine Schwelle, hinter der die Ressourcen, um mit bestimmten Anforderungen umgehen zu können, nicht länger verfügbar sind. Zum Beispiel haben Athleten, die aerob arbeiten, eine hohe Kapazität, diese Arbeit niedriger Intensität auszuführen. Wir sprechen also davon, dass sie eine hohe aerobe Kapazität besitzen. Diese aerobe Kapazität wird durch Volumen trainiert.
Allerdings wissen wir auch, dass Arbeit niedriger Intensität keine Muskeln aufbaut; dafür braucht man einen hochintensiven Reiz. Daher impliziert dies das Vorhandensein eines dafür ähnlichen Reizes, der aber insgesamt von anderer Qualität ist. Ein Reiz, den wir anaerobe Kapazität nennen könnten - oder Kapazität, hochintensive Arbeit zu leisten, oder intensive Anforderungen zu tolerieren.
Nun, ab hier bricht für die meisten Trainierenden die Finsternis ein. Die Kapazität, Arbeit einer bestimmten Intensität zu verrichten ist nicht das gleiche wie die Fähigkeit, Arbeit einer bestimmten Intensität zu verrichten. Eine sehr wichtige Unterscheidung. Wenn Kapazität die absolute physiologische Kompetenz zum Verrichten und Tolerieren von Arbeit von bestimmter Intensität und Volumen ist, kann Fähigkeit als Potential gedacht werden, diese Kapazität zu demonstrieren, oder innerhalb dieser Kapazität zu arbeiten. Verwirrt? Das Folgende wird aufklären.
Ein Gewichtheber oder ein Athlet könnte die Kapazität besitzen, Arbeit von bestimmtem Volumen oder Intensität zu verrichten, nicht nur die Fähigkeit. Wie in Metamorphose Optimus beschrieben, ermangelt er oder sie möglicherweise „...adäquate Harmonisierung der intrinsischen oder extrinsischen Faktoren, die einem Trainierenden erlauben, maximal zu heben." Man sehe sich die blutigen Anfänger an. Noch bevor sie auch nur ihr erstes Gewicht angefasst haben, hatten sie die Kapazität einen bestimmten Betrag von Arbeit zu verrichten. Diese Kapazität entspringt, unter anderem, der Gesamtmenge an Brennstoff in den Muskeln, bereits vorhandener Muskelgröße, der Genetik, dem generellen Tonus, einem bestimmten Hormonprofil, das Aktivität begünstigt oder nicht, dem Status des Nervensystems etc.
Allerdings ist, wegen der „Neuartigkeit" hochintensiven Gewichttrainings, deren Fähigkeit, ihre Muskeln ...
Weiterlesen nur für Forenmitglieder (Hier Schnellanmeldung)
(Textlänge: 5474 Wörter, hier gezeigt: 1095 Wörter)
Wenn Dir unsere Seite gefällt, so schaue Dich in folgenden Partnershops um! Danke!
BBSzene Shop - Erste Wahl für Eiweiß, Kreatin, Bekleidung, DVDs etc. zu Toppreisen!
Hardcore Shop - Fatburner und Prohormone! Versand ohne Zollprobleme.
Hantelshop - DER Shop für Hanteln, Scheiben, Geräte, Kardio mit Tiefstpreis-Garantie!
Shirts Shop - Die geilsten Bodybuilding Shirt in der Szene! |
|
|
|
|
|
|
Bewerte diesen Artikel!