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Wie ich der Industrie den Rücken kehrte
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Beiträge im Forum:
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Werden wir eigentlich von hinten bis vorne von der Industrie ver***? Ich möchte gar nicht wissen, wie viel Millionen Euros und Dollar leichtgläubigen Wachstumsjüngern von heute jährlich abgeknöpft werden - mit zum Teil völlig übertriebenen Versprechungen.
Natürlich ist das ganze System nicht einfach zu durchschauen. Modernes Bodybuilding wird fast vollständig von der Suppindustrie getragen und diese sponsort dabei auch das Gros der Athleten, Wettkämpfe und Berichterstattungen. Heraus kommt eine Welt, die uns vor allem eines suggeriert: Ohne Supps auch kein Bodybuilding.
Aber das stimmt nicht
Moderne Körperkultur tut gut daran, sich immer wieder und wieder und wieder auf ihr wahres Fundament zu besinnen: Hartes Training und korrekte Ernährung.
Ich habe kein Problem mit Supplements an sich und ich kann auch sehr gut nachvollziehen, dass viele Leute damit ihr Geld verdienen wollen oder sich von der Industrie sponsoren lassen, weil irgendwie muss man schließlich über die Runden kommen. Aber überall, wo Geld und persönliche Interessen ins Spiel kommen, geht die Neutralität zugrunde – von Moralvorstellungen ganz zu schweigen. Ich werde mich aber davor hüten, hier eine anprangernde Hetzschrift gegen die Industrie durch die Tastatur zu jagen. Man kann ihr keinen Vorwurf machen. Sie handelt nur so, wie sie am meisten Profit machen kann. Wo sich schließlich ein Idiot findet, der bereit ist, Müll zu kaufen, da wird sich auch immer sehr schnell jemand finden, der sich dazu bereit erklärt, ihm diesen Müll auch zu verkaufen. Das ist normal und so ist das nun einmal auf unserer Welt: Die Schlauen ohne Skrupel nutzen die Dummheit der weniger schlauen für sich aus, um sich daran zu bereichern.
Kann man ihnen einen Vorwurf machen?
Ja, moralisch sicherlich, aber Moral ist sowieso ein Fremdwort in unserer Gesellschaft und schon längst in unserer Wirtschaft – wie nicht nur die jüngeren Ereignisse offenbaren. Aber hieran kann man nicht wirklich etwas ändern. Daran konnte man noch nie etwas ändern. Das einzige, was man wirklich ändern kann, ist die eigene Einstellung und Position zu dieser Angelegenheit. Und so sollten wir uns alle mal selbst fragen...
Bin ich hier der Dumme?
Lege ich übertriebene Hoffnungen in Suppversprechen, die sich nicht einmal mit Steroiden realisieren lassen? Wie viel Geld gebe ich im Monat überhaupt für Supps aus? Bringt mir das alles überhaupt was? Wie steht es mit meinen Freunden und Trainingskollegen? Was bringen die so im Monat für ihre Supps auf? Bringt ihnen das wirklich so viel, wie es die Werbung verspricht?
Natürlich siedelt sich irgendwann in jeder lukrativen ökonomischen Nische auch eine entsprechende Industrie an. Das ist – wie bereits gesagt – ganz normal. Mit Hanteln und guter Ernährung kann man jedoch nicht viel verdienen. Also was bleibt den findigen Ökonomen anderes übrig, als aufwendige Trainingsmaschinen, Supplements für alle Lagen des Lebens und oberflächliche Magazine zu kreieren, um damit den großen Reibach zu machen? Wenn dann noch zufällig ein paar überaus neutrale Wissenschaftler, Trainer und Athleten dafür mit ihrem Namen einstehen, dass erfolgreiche Körperkultur ohne diese Maschinen, Supps, und Magazine so gut wie unmöglich ist, dann erhält man dadurch ein schönes rundes Bild von der glücklichen und funktionierenden Fitness- und Bodybuilder-Marketing-Welt, an der man unbedingt auch selbst Teil haben möchte.
Aber ist das wirklich meine Welt?
Ich habe selbst jahrelang durchgängig mit Supps gelebt. Dabei habe ich sie nie überbewertet und doch habe ich sie als notwendige Hilfe zur Optimierung meiner Entwicklung angesehen. Eine grundlegende Basissupplementation hielt ich selbst für mich – der eigentlich nur auf schweres Training mit freien Gewichten und eine korrekte Ernährung schwört – als unvermeidlich, wenn ich wirklich alle Register zum Wachstum ziehen wollte. Und so hatte ich mich einfach an sie gewöhnt. Whey, Casein und Creatin wurden so meine täglichen Begleiter.
Ich habe sie jedoch nie zu ernst genommen und wirklich groß bin ich der Suppindustrie nie auf den Leim gegangen, denn diese Supps sind von namhaften Herstellern sicherlich qualitativ in Ordnung und übermäßig viel kosten sie heute auch nicht mehr. Sie waren zur nebensächlichen Selbstverständlichkeit geworden und geschadet haben sie sicherlich auch nicht – zumindest nicht in einem Umfang, der mir aufgefallen wäre.
Vor geraumer Zeit hatte ich sogar einen Artikel zu ihnen geschrieben und dabei vorgestellt, welche Supps wofür sinnvoll sind – einige werden sich evtl. daran erinnern. Im Anschluss an diesen Artikel gab es eine angeregte Diskussion, was man denn so für patente Alternativen zur Ernährungsoptimierung aus der Pulverdose zur Verfügung habe. Diese Gespräche haben mich dazu veranlasst, ein kleines Experiment zu starten.
Ich wollte clean werden
Und so begann ich seit Anfang November alle Supps aus meiner Ernährung zu streichen und mich nach Lebensmitteln umzuschauen, die sie mir ersetzen konnten, bzw. meine Ernährung dahingehend zu optimieren, dass ich die Supps überhaupt nicht vermisste.
Vorerst war ich mir nicht sicher, ob sich das fehlende Whey am Morgen und nach dem Training sowie das gewohnte Casein vor dem Schlafen nicht durch entsprechende Leistungs- oder Formeinbußen bemerkbar machen würden – vom Absetzen des Creatins ganz zu schweigen, dass ich nun schon seit Ewigkeiten durchgängig verwendete. Doch was soll ich sagen? Ich habe keinen Unterschied gemerkt. Es ging nicht bergab, sondern – wie gewohnt – weiterhin leicht bergauf. Ich muss dazu jedoch sagen, dass ich dafür einiges an meiner Ernährung optimiert habe.
Die optimierte – suppfreie – Ernährung
Grundlegend habe ich mich schon immer sehr natürlich und gesund ernährt. Die einzigen Industrieprodukte in meiner Küche waren die der Suppindustrie und nun auch diese zu verbannen, war irgendwie ein sehr befreiendes Gefühl. Als echter Naturbursche gehört es nun einmal dazu, sich wie eine glückliche Wildsau zu ernähren oder noch eher wie ein Landwirt, dem nur das auf den Tisch kommt, was die Natur ihm auch zur Verfügung stellt. Und das bedeutet bei weitem nicht, dass man sich beschränken müsste. Die Speisekammer der Natur ist reich gedeckt und für jeden Geschmack lässt sich hier etwas finden; etwas, dass noch Kraft und Leben in sich hat und nicht nur unzählige von verschiedenen Geschmacksverstärkern, Medikamenten, Pestiziden und Zusatzstoffen.
Unsere Geschmacksnerven werden auch von all diesen Zusätzen stark überfordert und stumpfen dadurch ab. Natürliche Nahrung schmeckt dagegen ziemlich fad. Aber bereits nach einiger Zeit werden die Sinne wieder feiner und die orale Geschmacksekstase kann einen auch hier beglücken und zwar feinsinniger und vielseitiger, als es die Industrie mit ihren Holzspänearomen je hinbekommen würde.
Ich möchte hier jedoch niemanden einen Ernährungsplan vorschreiben. Die grundlegenden Ernährungsaspekte sind schließlich jedem hinlänglich bekannt und wem sie nicht bekannt sind, der sollte sich mal schleunigst an den Kopf fassen und die entsprechende Fachliteratur frequentieren. In der erfolgreichen Ernährung gibt es keine Geheimnisse, sondern nur Abwechslung und Beständigkeit. Man sollte sich nämlich einerseits überaus abwechslungsreich ernähren und andererseits seinen Prinzipien immer treu bleiben. Je mehr Müll man sich nämlich in die Futterluke kippt, desto mehr wird man auch nach ...
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