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Eisenbeißer/in
Hallo Pivo Pallerino,
man, ich hätte nicht gedacht, dass sich doch tatsächlich noch einmal jemand diesesn Thread hier anschaut und mir sogar noch eine solch brillante Antwort schreibt. Erst einmal vielen Dank dafür =).
Deiner Feststellung, dass die Energiegewinnung beim Fettabbau auf die Masse bezogen größer ist als bei Kohlenhydraten stimme ich definitiv zu. Auch das die Energiegewinnung aus Fett bei langanhaltender moderate Intensität immer besser wird, ist mir bekannt (da ja erst die Fettsäuren einmal freigesetzt werden müssen und eben die mitochondriale Anpassung notwendig ist, wie du geschildert hast).
Jedoch ist unser Körper ja eigentlich so fein abgestimmt, dass er auch die abgebaute Menge an Fett schließlich auf die benötigte Menge an ATp anpasst. Das würde doch im Umkehrschluss heißen, dass der Abbau körpereigener Reserven (was ist jetzt einmal mit dem Kalorienverbrauch korreliere) bei vermehrter Fettverbrennung mengenmäßig auch geringer ist. Da aber wie gesagt die erbrachte Leistung nur von der Strecke und dem Profil abhängig ist, wird jedoch die gleiche Menge ATP benötigt, oder?
Genau hier hatte ich mir halt die Frage gestellt, ob der Gesamtkalorienverbrauch bei andauernder Belastung vielleicht höher ist, da hier noch ein zusätzliche Energiebedarf für die von dir erwähnten metabolischen oder auch kardiovaskulären Umstellungen benötigt wird?
Wenn dies nicht der Fall ist, dann ist die vom Körper benötigte Menge ATP ja unabhängig von der Belastungsdauer. Folglich wird energetisch (nicht massenmässig!) die gleiche Menge an Körperreserven aufgebraucht. Dann wäre es ja logisch zu sagen, dass der Gesamtkalorienverbrauch gleich ist.
Klar ist der Wirkungsgrad der Energiegewinnung höher als aus Kohlenhydraten. Wenn man jedoh nun mit einbezieht, dass der Metabolismus dies jedoch berücksichtigt und deshalb auch mengenmässig weniger Abbau tätigt, dann würde das ja heißen, dass ich am Ende des Tages über die Nahrung auch nicht mehr Energie weider zu mir nehmen muss, als wenn der Körper die bei der Belastung benötigte Energie zum Großteil aus Kohlenhydraten gewonnen hat.
Der Grund, warum ich diesen Thread eröffnet hatte, war die Tatsache, dass ich mich gefragt habe, ob ich nun am Ende des Tages mehr Kalorien wieder zu mir nehmen muss (damit ich weiter kontinuierlich Muskeln aufbauen kann) wenn ich die gefahrene Strecke an einem Stück oder in mehreren kleinen Streckenabschnitten gefahren bin.
Aber wie gesagt, vielen Dank für deinen ausführlichen Text und dein vieles Wissen.
Bin schon auf deine Antwort gespannt ^^,
lG,
NoTeaForMe.
PS: Warum willst du mir nicht verraten, was du studierst ^^?
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 Zitat von NoTeaForMe
Da aber wie gesagt die erbrachte Leistung nur von der Strecke und dem Profil abhängig ist, wird jedoch die gleiche Menge ATP benötigt, oder?
Damit hast du Recht.
Aber wenn ich mir vorstelle, dass dann eben vermehrter Laktatanbau, Muskelermüdung und vor allem auch wieder der Lerneffekt der Muskulatur die Muskelfasern verbessert zu rekrutieren hinzukommt, dann bin ich mir nicht mehr ganz so sicher, ob das so stimmt.
Weill - du brauchst ATP um vorwärts zu kommen, aber eben auch um anderweitige Stoffwechselprozesse "anzuheizen".
Klar, werden mehr Muskelfasern rekrutiert, benötigen die anderen "weniger".
Aber Laktat und Ermüdung ist da was anderes.
Also getraue ich mich zu sagen, dass das wahrscheinlich nicht so sein wird.
 Zitat von NoTeaForMe
Der Grund, warum ich diesen Thread eröffnet hatte, war die Tatsache, dass ich mich gefragt habe, ob ich nun am Ende des Tages mehr Kalorien wieder zu mir nehmen muss (damit ich weiter kontinuierlich Muskeln aufbauen kann) wenn ich die gefahrene Strecke an einem Stück oder in mehreren kleinen Streckenabschnitten gefahren bin.
Ja, also wie gesagt.
Es müsste oder sollte so sein, dass er Verbrauch dann schlichtweg höher ist, wenn du Pausen machst. Da du eben, wie ich gmeint habe, dann diese Einstellung des Fettstoffwechsels nicht hast.
Dh. es werden so mehr Kohlenhydrate verbraucht als wenn du am Stück fährst.
Fett liefert mehr ATP als Kohlenhydrate. Fett hat aber einen höheren Energiegehalt.
Lass mich mal überlegen, ziemlich komplex das Ganze.
Irgendwo könnte ich mir vorstellen, dass da ein Gleichgewicht herschen müsste, aber - was ja wiederum zu bedenken ist, bei schlechter trainiertem Fettstoffwechsel wird auch vermehrt Laktat angebaut. Baut man mehr an, muss auch mehr abgebaut werden. (kleinlichst betrachtet). Also müsste der Energieverbrauch bzw. der Verbrauch der Energie, der dann eigentlich wirkungsgradtechnisch schlechter abgebaut wird, bei deiner Version mit Pause höher sein.
Nur musst du halt auch bedenken...
Für deinen Körper und vor allem die Fettverbrennung ist es natürlich kein Nachteil, wenn der Verbrauch wahrscheinlich um einen Satz weniger ist, aber du dafür Fettsäuren und Fette abbaust, anstatt die, für dich meiner Meinung nach wichtigeren Kohlenhydratreserven, anzuzapfen.
Also, um meine Gedanken nochmals zusammenzufassen:
Energieverbrauch sollte, meines Wissens und meiner Logik, somit bei der Pausenversion höher sein.
Da du einfach mehr Kohlenhydrate anzapfst (zieht viel Energie, da sie ja wenig liefern - als Endprodukt ATP eben) und eben auch noch vermehrt Laktat abbauen musst.
 Zitat von NoTeaForMe
PS: Warum willst du mir nicht verraten, was du studierst ^^?
Physiotherapie
Liebe Grüße.
Ich hab mein bestes gegeben, wenn auch Physiologie schon ein wenig her ist
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