Prozis
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  1. #1
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    Erfahrungsbericht: Leistenbruch

    Mitte des Jahres habe ich Schmerzen in der Leistengegend verspürt und bin zu einem Chirurgen gegangen, der bei mir einen Leistenbruch an der rechten Seite festgestellt hat. Er riet mir zu operieren, da dies heutzutage keine große Sache mehr ist und ich dann „Ruhe“ habe.
    Ich entschied mich für die so genannte „minimal-invasive“ Leistenbruch-OP, die der Arzt mir auch empfahl. Dabei wird nicht klassisch die Leistengegend durch einen Schnitt offengelegt und die Muskeln miteinander vernäht (Shouldice-Methode), sondern mit einem Endoskop durch den Bauchnabel Sicht verschafft und durch zwei weitere Löcher operiert. Anschließend wird ein mit Titan beschichtetes Kunststoffnetz (bei mir 10x10 cm groß) implantiert. Es wird einfach zwischen Bauchfell und Bauchwand gelegt, die zuvor durch Luft voneinander getrennt wurden, und deckt somit den Großteil der Leistengegend an einer Seite ab. Es ist kein Nähen, Tackern o.Ä. nötig und man kann theoretisch nach einem postoperativen Tag sich wieder 100% belasten (bei der Shouldice Methode mindestens sechs Wochen keine Belastung). Ein weiterer Vorteil ist die minmale Wahrscheinlichkeit, dass wieder ein Bruch entsteht. Bei der Shouldice-Methode liegt diese bei 16%, bei der minimal-invasiven Methode bei unter einem 1%. Auch die Schmerzen sind um das Vielfache geringer! Kosmetisch ist die minimal-invasive Operation auch schöner, da die Narben wieder fast vollständig verschwinden werden und auch kleiner sind als bei der herkömmlichen Methode (drei mal 1cm groß mit selbstauflösenden Fäden genäht). Auch wenn man sich ja theoretisch nach der OP wieder belasten darf muss man bedenken, dass die drei Wuden erst verheilen müssen und man die erste(n) Woche(n) ein Zwicken im Bauch verspürt. Ich konnte allerdings nach weniger als 24 Stunden das Krankenhaus wieder verlassen und ohne Probleme den Alltag bewältigen. Auch nach der OP ging es mir sofort wieder gut. War nur 1 1/2 Stunden eingeschläfert und im Anschluss an die OP den ganzen Tag wach und konnte sogar schon aufstehen, essen zur Toilette gehen etc.

    Ich kann nur jedem empfehlen sich einen Bruch operieren zu lassen. Es ist immer eine (minimale) Gefahr und man hat es beim Training immer im Hinterkopf…

    Ich bin mal optimistisch und sage, dass ich zwei-drei Wochen nach der OP wieder am Eisen sein werde und verbleibe mit Besten Grüßen!

    Wenn jemand noch Fragen haben sollte einfach hier posten oder eine PM an mich.

  2. #2
    Sportbild Leser/in
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    Bzgl. Training vor der OP: Der Arzt hat mir gesagt, ich könne mich voll belasten. Der Bruch könne nur etwas größer werden. Dass er sich einklemmt ist höchst unwahrscheinlich und würde mich im OP Plan nur auf Platz eins befördern Ob sich jeder belasten kann oder sollte weiß ich nicht. Ich hatte einen relativ kleinen Bruch und könnte daher eine Ausnahme sein, was die Belastung vor der OP darstellt.

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